3: Reisetipp: Auf geht’s nach Schweden!

Schweden liegt in Skandinavien und ist ein beliebtes Urlaubsziel. Als Schwedin verbringe ich fast jedes  Jahr im Sommer mit der Familie bei Verwandten dort.

Für mich bedeutet Schweden:

– Köttbullar (Fleischbällchen) , Kanelbullar (Zimtschnecken) und Prinzesstorte

– Angeln und Beeren sammeln

– Natur und Kultur.

In Stockholm und in der Nähe kann man all diese Sachen auf  einmal erleben.

Stockholm, die Hauptstadt  von Schweden, hat 1,4 Millionen Einwohner und ist auf mehreren Inseln erbaut, die über Brücken miteinander verbunden sind.

Die Altstadt von Stockholm („Gamla Stan“) liegt auf der Insel Stadsholmen (=Stadtinsel). Enge Gassen, kleine Läden und Cafés laden zum gemütlichen Bummeln ein. Außerdem könnt ihr die Deutsche Kirche („Tyska Kyrka“) und das Stockholmer Schloss („Kungliga Slottet“) mit den Kronjuwelen besichtigen.

Mögt ihr Museen? Dann empfehle ich Euch auch unbedingt einen Besuch im berühmten Vasa-Museum auf der Insel „Djurgården“ (=Tiergarten). Hier ist die „Vasa“, ein 1628 vor Stockholm gesunkenes und 1961 geborgenes Kriegsschiff im Original zu sehen. Auch das älteste Freiluftmuseum der Welt, „Skansen“, ist einen Abstecher wert. Höfe, Bräuche und Tiere aus allen schwedischen Landesteilen können erkundet werden. Im  Sommer findet in Skansen jeden Dienstagabend der beliebte „Allsång“ statt, der jahrelang von Måns, dem Gewinner des Eurovision Song Contest 2015, moderiert wurde. Dabei singen alle gemeinsam Volkslieder und Schlager. Die Schweden lieben diese Tradition und viele singen an den Fernsehern zuhause mit.

Fahrt ihr gerne Achterbahn? Dann ist der Freizeitpark  „Gröna Lund“ mitten in der Stadt genau das Richtige für euch! Auf dem 121 m hohen Kettenkarussell schwebt ihr direkt über dem Wasser und habt einen tollen Ausblick auf die Stadt.

Reif für die Insel? Dann macht doch einen Ausflug mit dem Boot in Stockholms herrliche Schärenlandschaft. 30.000 Inseln und Inselchen liegen vor der Hauptstadt im Meer. Die meisten von ihnen sind unbewohnt, aber viele Inseln sind über Fähren verbunden oder mit dem Schiff direkt vom Hafen in Stockholm zu erreichen. Man kann „Inselhopping“ machen, baden und paddeln gehen, angeln, Rad fahren oder einfach nur entspannen. Übernachten kann man in einem Wanderheim. Tipp: Man kann sich auch auf einer Schäreninsel oder im wunderschönen Schärenort Vaxholm eine Hütte mieten oder auf dem Campingplatz wohnen und von dort aus Tagesausflüge nach Stockholm mit dem Boot machen (ca. 1 Stunde Fahrt).

Fazit: Schweden ist ein Reiseziel für naturliebende Menschen, die auch auf Kultur nicht verzichten möchten. Kinder und Erwachsene haben hier sehr viel Spaß.

LiA – Fotos: privat.

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7: Urlaub unter der Mitternachtssonne – Reisetipp: Finnland

Finnland ist eines der nördlichsten Länder Europas und ein Teil von Skandinavien. Nicht selten wird das Land mit Namen wie „Das Land der tausend Seen“ oder „Das Land der Mitternachtssonne“ betitelt. Doch wieso genau sollte man Finnland besuchen?

Habt ihr schon mal Nordlichter gesehen? Wenn nicht, ist Finnland einer der besten Orte diese zu bestaunen, im Norden des Landes – ‚Lappland’ genannt – kann man dieses Phänomen – außerhalb der Polartage – bestaunen. Und das sogar ohne sich dabei kalte Füße und rote Nasen zu holen. Wie das? Man mietet sich ein Glas-Iglus. Ausgestattet wie ein Hotelzimmer kann man so, im Bett unter der warmen Decke liegend, eine Nacht unter den Polarlichtern verbringen.

Jeder der schon ein bisschen von Finnland weiß, ist darüber informiert, dass Finnland nach Russland das Land mit den meisten Seen in Europa ist. Diese Tatsache ist nicht zuletzt deshalb überraschend, weil Finnland eine kleinere Gesamtfläche als Deutschland und ungefähr zehnmal weniger Fläche als der europäische Teil Russlands besitzt.

Wenn ihr über Finnland nachdenkt, kommt euch wahrscheinlich als erstes die Natur in den Kopf, jedoch ist Finnland, obwohl viele es nicht wissen, eines der technisch am weitesten entwickelten Länder. Sehr viele der bekannten Spiele, wie zum Beispiel „Angry Birds“ oder „Clash of Clans“ wurden in Finnland entwickelt. Auch ist das Land generell technisch sehr weit fortgeschritten.

Finnland ist mit seinen 338.432 km² nur unwesentlich kleiner als Deutschland. Im Vergleich zu unserem Heimatland, hat Finnland jedoch nur sehr wenige Einwohner. Insgesamt leben nur 5,5 Millionen Menschen in Finnland – zum Vergleich: Allein die Bundeshauptstadt Berlin zählt bereits 3,5 Millionen Einwohner. Dies bedeutet dass man in Finnland sehr viel Platz hat. So kann es vorkommen, dass man sich eine Hütte am See mietet und nicht selten die einzige Seele an diesem See ist. Manchmal ist vielleicht noch eine Hütte auf der anderen Seite des Sees, aber sonst nicht viel mehr. Zur Ruhe zu kommen und die Seele baumeln zu lassen fällt also nicht schwer. Die einzige ‚große‘ Stadt Finnlands und gleichzeitig auch die Hauptstadt ist übrigens Helsinki. Aber auch sie ist immer noch angenehm, da sie im Vergleich zu den meisten anderen Landeshauptstädten mit ihren circa 630.000 Einwohnern recht klein ist.

Fazit: Wer es nicht so heiß mag, gerne draußen in der Natur ist und für den im Bezug auf Menschen die Devise ‚weniger ist mehr‘ gilt, für den ist Finnland das perfekte Reiseziel.

MaH – Fotos: privat.

 

 

Urlaub für Bienen & Co.

Vor ein paar Wochen fanden am Bergstraßen-Gymnasium wieder die alljährlichen Blocktage statt. Anders als in den Jahren zuvor, umfassten diese in 2017 fünf statt wie bisher drei Tage. Genügend Zeit also, sich den Dingen zu widmen, für die im normalen Unterricht keine Zeit ist. Zu den zahlreichen angebotenen und von den Klassen durchgeführten Projekten zählte auch das Nistkasten-Projekt der Klasse 6b. Die Klasse beschäftigte sich an einem Blocktag mit der Bedeutung von Insekten und machte sich daran, ein so genanntes Insekten-Hotel oder anders gesagt, einen Nistkasten für Insekten zu bauen.

Insekten sind sehr wichtig für uns Menschen, vor allem die  Honigbienen. Auf ihren Sammelflügen tragen die Bienen Blütenpollen von einer Blüte zur nächsten und bestäuben so die Blüten der Pflanzen, z. B. von Apfelbäumen. Wenn die Bienen sie nicht bestäuben würden, gäbe es keine Äpfel, die auch Nahrung für andere Tiere sind. Bienen übernehmen diese Aufgabe jedoch nicht nur bei Apfelbäumen, sondern auch bei einer Vielzahl von anderen Pflanzen, wie z. B. Raps. Kleiner süßer Nebeneffekt, dieser äußerst wichtigen Arbeit, die die Bienen verrichten: sie produzieren aus dem Neckar, den sie auf ihrem Flug aus den Blüten saugen gleichzeitig auch noch Honig.

Doch es gibt ein Problem: Es gibt immer weniger Bienen.

Verschiedene Ursachen können für den weltweiten Bienenschwund verantwortlich gemacht werden, hierzu zählen unter anderem:

  • Lebensraum: Es gibt immer weniger Plätze wo Bienenvölker leben können, da der Mensch immer mehr in die Natur eingreift.
  • Krankheiten und Parasiten: Varroamilben befallen ganze Bienenstöcke. Sie saugen die Körperflüssigkeit aus den Bienen und übertragen Viren. Daneben löst ein Pilz der Gattung Nosema bei Bienen einen tödlichen „Durchfall“ aus.
  • Pestizide: Bauern spritzen mit solchen Giften ihre Felder, um sie gegen Schädlinge zu schützen – allerdings schaden sie damit auch anderen nützlichen Tieren, wie den Bienen. Durch die Gifte verlieren die Bienen die Orientierung und finden nicht zum Stock zurück, was für sie den Tod bedeutet, da Bienen nicht alleine leben können.
  • Monokulturen: Da Landwirte auf großen Flächen oft nur eine Pflanzenart anbauen, wird es den Bienen zu „eintönig“.

 

Doch wie kann man helfen? Ein erster Schritt in die richtige Richtung: Man baut ein Insektenhotel.

Dazu braucht man:

  • vier gleich große Bretter für den Kasten,
  • Steine,
  • Holzstämme,
  • kleine Äste,
  • einen Akkuschrauber (Für den Stein möglichst einen nehmen mit dem man Löcher machen kann ohne, dass er kaputt geht.),
  • Maschendraht,
  • Schrauben.

Als erstes bohrt man Löcher in den Holzstamm und in die Steine. Wichtig ist, dass diese nicht gleich groß sind. Als nächstes kommt der Kasten/Rahmen: Dazu die vier Bretter mittels Schrauben so miteinander verbinden, dass ein Rahmen/quadratischer Kasten entsteht. Danach den Maschendraht auf der Rückseite des Kastens befestigen, damit dort nichts herausfallen kann. Dann wird der Kasten mit allen möglichen Naturmaterialien, also den Steinen, den Ästen, Holzstämmen etc. gefüllt, sodass viele kleine Zwischenräume entstehen, in denen die Bienen Schutz finden und sich wohlfühlen. Das Insektenhotel am besten in einer ruhigen Ecke des Gartens, z. B. an einem Baum befestigen und sich am Summen der fleißigen Bewohner erfreuen und stolz darauf sein, dass man den Bienen (und anderen Insekten) zumindest ein bisschen geholfen hat. 🙂

FaT

Die (möglichen) Folgen von „Evet“

Wie ihr sicherlich alle mitbekommen habt, hat die Türkei über ein Referendum abgestimmt, das Präsident Recep Tayyip Erdogan mehr Macht verleiht. Nur sehr knapp – mit etwas mehr als 51 Prozent der Stimmen – haben die Befürworter des Präsidialsystems (Evet = Ja) gegenüber den Gegnern (Hayir = Nein) gewonnen.

Doch was genau bedeutet dies. Was wird sich zukünftig alles ändern?

Die 18 Vorschläge zur Verfassungsänderung haben Auswirkungen auf mehr als 70 Bestimmungen der Verfassung. Neben 50 Änderungen an der Verfassung werden einzelne Bestimmungen auch ganz wegfallen. Der Großteil der Änderungen wird erst 2019 umgesetzt werden.

Der Wandel vom parlamentarischen Regierungssystem zur Präsidialregierung umfasst dabei u. a. folgende Punkte:

  • Es werden mehr Abgeordnete im Parlament sitzen. Eine Erhöhung der Zahl der Abgeordneten von 550 auf 600 ist insofern logisch, als dass die Bevölkerung der Türkei seit Beginn der 1980er Jahre stetig gewachsen ist. Allerdings sorgt in diesem Zusammenhang eine Formulierung für Aufsehen: Statt von einem Parlament wird nur noch von einer „Großen Türkischen Nationalversammlung“ gesprochen.
  • Ab jetzt kann man schon mit 18 Jahren für einen Sitz im Parlament kandidieren, man muss allerdings „in Beziehung zum Militärdienst“ stehen. Dadurch bekommt Erdogan mehr Kontrolle über das Parlament, da er viel Macht über das Militär hat.
  • Das Parlament und der Präsident werden am gleichen Tag und in einem Zyklus von fünf Jahren gewählt. Dadurch wird der Präsident gestärkt, da seine eigene Partei während seiner Amtszeit meist vorherrschend im Land ist. Für seine Vorhaben braucht er die Mehrheit der Stimmen. Das ist wahrscheinlicher, wenn seine eigene Partei ihn dabei unterstützen kann.
  • Das Parlament verliert sein Recht zur Überprüfung von Gesetzen. Erdogan kann also die Gesetze so ausrichten wie sie ihm gefallen.
  • Das Parlament kann keinen Misstrauensantrag mehr stellen oder einen Untersuchungsausschuss beantragen, allerdings kann es zu bestimmten Themen Recherchen durchführen. Dadurch kann dem Präsidenten noch weniger Druck gemacht werden.
  • Die Ämterhäufung des Präsidenten ist nicht mehr verboten. Auch hierdurch erreicht der Präsident mehr Macht im Land, da er mehrere Positionen einnehmen kann.
  • Neu ist außerdem, dass sich der Präsident in die Gesetzesfertigung einmischen darf, er darf z. B. Gesetzesideen des Parlaments zurückweisen.
  • Dank des Referendums kann das Parlament mit einer „Drei-Fünftel-Mehrheit“ entscheiden, ob es rechtliche Schritte gegen den Präsidenten einlegt. Trotz der hohen Hürde der „Drei-Fünftel-Mehrheit“ ist es somit theoretisch möglich, das Staatsoberhaupt strafrechtlich zu belangen.
  • Der Präsident allein darf den Ausnahmezustand verhängen.
  • Künftig wird die Justiz stärker vom Staatsoberhaupt beeinflusst. Er ernennt einen Justizminister sowie fünf Mitglieder des Gerichtshofs. Zudem wählt das Parlament, das allerdings vom Staatsoberhaupt beeinflusst ist, da dieser zugleich Präsident als auch Chef der Regierungspartei sein kann, sechs weitere Mitglieder. So kann der Präsident indirekt entscheiden, wer Richter oder Staatsanwalt wird.
  • Anders, als vor dem Referendum, verfasst nun nicht mehr der Ministerrat sondern der Präsident das jährliche Haushaltsgesetz und bestimmt somit über den Staatshaushalt.
  • Fortan werden Dekrete (Verordnungen mit Gesetzeskraft) nicht mehr vom Ministerrat und nach Kontrolle durch das Parlament sondern ausschließlich vom Präsidenten erlassen.

Das Ergebnis des Verfassungsreferendums in der Türkei und die daraus resultierenden Folgen werden weltweit mit großer Besorgnis gesehen, da viele Experten fürchten, dass sich die Türkei infolge dessen immer mehr von demokratischen Prinzipien abwendet.

JaT

Was liked ihr?

Twitter, WhatsApp, Snapchat, Instagram, Facebook… dies sind nur einige der vielen sozialen Medien, die inzwischen aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Aber was genau können die verschiedenen Angebote überhaupt? Wie beliebt sind sie weltweit? Und welche Rolle spielen sie bei den SchülerInnen des Bergstraßen-Gymnasiums?

Wir haben mehr als 50 SchülerInnen unserer Schule dazu interviewt, welche sozialen Medien sie nutzen. Hier präsentieren wir euch exklusiv die Ergebnisse unserer Umfrage:

Facebook: Facebook (online seit 2004) ist eines der bekanntesten, wenn nicht das bekannteste soziale Netzwerk. Die Facebook-Nutzer präsentieren sich mittels eines persönlichen Profils, auf dem sie Informationen über sich selbst, Fotos und Kommentare posten. Die verschiedenen User vernetzen sich über Freundschaftsanfragen miteinander, können sich in Gruppen zu gemeinsamen Interessen austauschen oder auch mittels eines Messenger-Dienstes miteinander kommunizieren. Facebook steht seit Jahren für seinen mangelhaften Umgang mit Nutzerdaten in der Kritik. Der deutsche Bundesverband der Verbraucherzentralen warnte 2010 eindrücklich vor der Nutzung von Facebook. Nichtsdestotrotz zählte Facebook im Dezember 2016 ca. 1,89 Milliarden Nutzer, das sind ca. 25 % der Weltbevölkerung. Von den Personen die an der Umfrage teilgenommen haben, nutzen vergleichsweise wenige – nämlich insgesamt nur 10 – SchülerInnen unserer Schule  Facebook.

Instagram: Ebenfalls sehr bekannt ist der 2010 erschienene Online-Dienst Instagram, über den die User Fotos und Videos kostenlos miteinander teilen können. Neusten Statistiken zufolge liegt die Anzahl der minütlich hochgeladenen Fotos und Videos ca. 40.000. Pro Tag kommen so ca. 60 Millionen neue Beiträge zusammen. Instagram, übrigens eine Tochterfirma von Facebook, hatte im Juni 2016 ca. 500 Millionen Nutzer. Von den Personen die an der Umfrage teilgenommen haben, nutzen 34 Personen Instagram. Instagram landet damit auf Platz 3 in unserer Umfrage.

Snapchat: In der Umfrage ebenfalls auf Platz 3 (34 User) ist Snapchat gelandet. Den Messaging-Dienst gibt es seit 2011. Über ihn lassen sich Fotos und Videos, die sich nach einer bestimmten Anzahl an Sekunden selbst löschen (oder vielmehr vermeintlich löschen – in den Tiefen unserer Handys sind sie nämlich noch zu finden), an Freunde verschicken. Stand April 2016 hat Snapchat 100 Millionen aktive Nutzer. Diese sehen sich täglich 10 Milliarden Video-Clips an – 2 Milliarden Video-Clips mehr als die Nutzer von Facebook.

 Twitter: Ein weiteres Beispiel für social media ist der Microblogging-Dienst Twitter (erschienen 2006), mittels dem die Nutzer sogenannte Tweets – Kurznachrichten im Umfang von maximal 140 Zeichen – verbreiten können. Im Februar 2017 hatte Twitter 319 Millionen Nutzer, 11 davon haben an unserer Umfrage teilgenommen.

YouTube: Das 2005 gegründete Video-Portal YouTube, das seit 2006 Tochterfirma von Google ist, hat rund 1 Milliarde aktive Nutzer (Stand 2016) und liegt damit auf Platz 2 der weltweit größten social media Angebote 2016 (gemessen an den Nutzerzahl). Die User können auf dem Portal kostenlos Videoclips anschauen oder auch selbst hochladen. Darüber hinaus können sie Videos bewerten und mit Kommentaren versehen. In unserer Umfrage liegt YouTube mit 40 Nutzern auch auf Platz 2.

WhatsApp: WhatsApp dient dem Austausch von Textnachrichten, Bild-, Video- und Ton-Dateien via Smartphone. Der 2009 erschienene Instant-Messaging-Dienst wurde 2014 von Facebook übernommen. Stand Februar 2016 hat WhatsApp 1 Milliarde Nutzer weltweit. In unserer Umfrage waren es 49 Schüler, die regelmäßig WhatsApp nutzen. Somit hat sich WhatsApp bei uns Platz 1 gesichert.

Natürlich sind die oben beschriebenen lange nicht alle social media Formate und Dienste, die sich bei der Schülerschaft des Bergstraßen-Gymnasiums (großer) Beliebtheit erfreuen. Den folgenden Kommentaren und der Übersicht entnehmt ihr, was die BIZ-Schüler über social media denken und was sonst noch so ‚geliked‘ wird.

 

„Ich habe viele Apps für social media, doch die meisten nutze ich eigentlich gar nicht.“

„Ich habe kein Facebook, da ich nicht gerne meine Daten frei gebe.“

„Ich komme auch gut ohne WhatsApp klar.“

„YouTube schau ich mehrere Stunden am Tag.“

„Auf WhatsApp und Insta kann und will ich nicht verzichten.“

 

social media Nutzer
WhatsApp 49
YouTube 40
Snapchat 34
Instagram 34
Skype 19
Twitter 11
Facebook 10
vsco 3
Musical.ly 10
Twitch 6
Pinterest 5
ask.fm 3
Teamspeak 3
tumblr 2
wattpad 2
house party 1
You now 1
Viber 1

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Es ostert sehr… – Osterbräuche aus aller Welt

Der Ablauf des Osterfestes in Deutschland ist wahrscheinlich den Meisten bekannt. Aber wie läuft Ostern in anderen Ländern dieser Welt ab? Hier erfahrt ihr es.

In Australien freuen sich die Kinder nicht auf den Osterhasen, sondern auf einen Bilby (das ist ein Beuteltier, das dem Osterhasen sehr ähnlich ist). Diesen Bilby kann man in Plüsch oder in Schokolade kaufen. Ein Teil des eingenommenen Geldes kommt einem Projekt zum Schutz der Bilbys zugute.

In Bulgarien  spielen die Ostereier eine ganz wichtige Rolle. Sie werden immer an Gründonnerstag gefärbt, wobei immer mit einem roten Ei begonnen wird. Den Kindern wird dann dieses Ei von der ältesten Frau im Haushalt über das Gesicht gestrichen. Dieser Brauch soll Gesundheit bringen. Dieses rote Ei ist aber das einzige, dass so sanft behandelt wird: Nach dem Gottesdienst am Ostersonntag werden die Ostereier nämlich gegen Kirchenwände geworfen. Wessen Ei dabei am längsten unbeschädigt bleibt, soll am meisten Glück und Erfolg im nächsten Jahr haben.

In Haiti lassen die Kinder an Karfreitag selbstgebastelte bunte Papierdrachen in den Himmel steigen, die die Kinder in monatelanger, harter Arbeit angefertigt haben. An Ostersonntag feiern sie vergnügt bei einem leckeren Festmahl und, klimabedingt, flüssiger Schokolade.

Genauso wie in Bulgarien spielen auch in Kroatien Ostereier eine besondere Rolle. Sie werden mit den unterschiedlichsten Techniken bemalt, um daraus Kunstwerke zu machen. In Istrien reicht der symbolische Neuanfang bis in den Kleiderschrank: An Ostern wird die neue Kleidung zum allerersten Mal angezogen.

In den Niederlanden werden zu Ostern immer wieder neue Rekorde aufgestellt. Man sieht die längsten Schlangen – vor den Möbelhäusern, da Möbelkaufen an Ostermontag seit drei Jahrzehnten Brauch ist. Zudem gab es im niederländischen  Ort Espelo das größte Osterfeuer der Welt, das 2012 sogar ins Guinessbuch der Rekorde aufgenommen wurde. Außerdem lockt das „Paaspop“-Musikfestival zu Ostern übern 50.000 Besucher an.

Wer noch mehr erfahren möchte, findet hier noch mehr interessante Informationen.

JaT

2017: Das Jahr der Wahlen

Wie ihr sicherlich schon mitbekommen habt, finden in diesem Jahr in der EU drei wichtige Parlaments- bzw. Bundestagswahlen statt: In Frankreich, Deutschland und den Niederlanden werden die Menschen zur Wahlurne gebeten. Wann die einzelnen Wahlen stattfinden und welche Parteien die Nase vorne haben – hier erfahrt ihr es:

Als erstes wählen am 15. März die Niederlande. Hierbei werden die 150 Abgeordneten der sogenannten zweiten Kammer gewählt.

Wer darf kandidieren?
An der Wahl teilnehmen kann jede Partei, die im „Kiesraad“, dem niederländischen Parteienregister, aufgeführt ist. Neue Parteien oder Parteien, welche bei der letzten Wahl kein Mandat erringen konnten, müssen eine Kaution von 11.250€ hinterlegen sowie 30 Unterstützungsunterschriften in jedem der 20 Wahlkreise nachweisen. Die Parteien erhalten die Kaution zurück, wenn ihr Stimmanteil über 0,5 liegt.

Welches sind die stärksten Parteien?
Laut einer Umfrage des  Peil-Institutes vom 28. Februar liegen die Parteien PVV (Partij voor de Vrijheid) und die VVD (Volkspartij voor Vrijheid en Democratie) vorne. Die PVV ist eine rechtspopulistische Partei mit Geert Wilders an ihrer Spitze. Als rechtspopulistische Partei richtet sie sich gegen die Einwanderung von Menschen aus anderen Ländern sowie gegen die EU. Die VVD ist eine rechtsliberale Partei mit Mark Rutte (seit 2010 Ministerpräsident der Niederlande) als Spitzenkandidat. Auch die VVD sieht die Einwanderung eher kritisch, im Vergleich zur PVV vertritt sie jedoch gemäßigtere Ansichten.

Vergleicht man die Wahlergebnisse der letzten Wahl (2012) mit den Prognosen für 2017, wird deutlich, dass die PvdA extrem an Stimmanteilen verloren hat. Im Gegensatz dazu legten die PVV und die CDA zu. Weiter an der Spitze, aber ebenfalls mit Stimmverlusten, ist die VVD.

 

Am 23. April wählt Frankreich seinen elften Staatspräsidenten/seine elfte Staatspräsidentin.

Wer darf wen, wie wählen?
Wählen darf jeder Franzose, der das achtzehnte Lebensjahr vollendet hat. Wenn ein Kandidat im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit der Stimmen erhält, ist er gewählt – dies ist jedoch seit 1965 nicht mehr passiert. Dann wird eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen ausgetragen. In diesem Jahr ist für diesen zweiten Wahlgang der 7. Mai 2017 anberaumt. Der Gewinner der Stichwahl ist der neue Staatspräsident der Republik Frankreich.

Welches sind die stärksten Parteien?
Da ist einmal die Parti Socialiste (PS) mit François Hollande (amtierender Staatspräsident) an der Spitze. Aufgrund seiner miesen Umfragewerte, tritt Francois Hollande nicht bei der Wahl an. Statt ihm ist Benoît Hamon Kandidat der Parti Socialiste.
Für die Partei Les Républicains (LR) tritt François Fillon an. Er setzte sich gegen Alain Juppé und Nicolas Sarkozy durch. Aufgrund von Korruptionsvorwürfen (Fillon soll seine Frau scheinbeschäftigt haben.) hat er in den letzten Wochen stark an Rückhalt und Stimmen verloren.
Für die Partei Front National (FN) tritt, wie auch schon im Wahljahr 2012, die umstrittene Marine Le Pen an. Nach ihrem Vater Jean- Marie Le Pen trat sie 2011 nach einer Mitgliederbefragung das Amt der Parteivorsitzenden an.  Ihre Partei wird als rechtsextrem eingestuft.
Emmanuel Macron, ehemaliger Wirtschaftsminister unter François Hollande, tritt als Vorsitzender der selbstgegründeten Bewegung „En Marche“ für die Wahl an. Er ist neben Le Pen Favorit für das Amt des Staatspräsidenten.

 

Als drittes Land im Bunde wählt Deutschland am 24. September. Das Volk wählt den Bundestag. Die Koalition entscheidet dann, wer Bundeskanzler/in. Dafür hat jede Partei einen oder mehrere Spitzenkandidat/en; die AfD hat sogar ein Spitzenteam.

Welche Parteien treten zur Wahl an?
Neben den beiden großen Parteien Christlich-Demokratische Union (CDU)/ Christlich-Soziale Union (CSU) und die Sozialdemokratische Partei (SPD) treten an:

  • Bündnis 90/Die Grünen (GRÜNE)
  • Die Linke (DIE LINKE)
  • Alternative für Deutschland (AfD)
  • Freie Demokratische Partei (FPD)
  • Piratenpartei Deutschland
  • Freie Wähler (FREIE WÄHLER)

Jede dieser Parteien hat ein Wahlprogramm entwickelt, das die Ziele der Parteien beinhaltet, u. a. Ziele wie bessere Bildung.

Welches sind die stärksten Parteien?
Da wären neben den obengenannten Parteien CDU/CSU (Spitzkandidatin Angela Merkel; mittlerweile zum vierten Mal hintereinander) und SPD (Martin Schulz) vor allem die AfD (Spitzenkandidat noch nicht bekannt, Bekanntgabe vermutlich im April 2017).
Laut einer Forsa-Umfrage vom 1.März liegt die CDU bei 33% und die SPD bei 31%.
Mögliche Konstellationen/Koalitionen:

  • „die Große Koalition“: CDU/CSU und SPD
  • „rot-rot-grün“: SPD, Linke, Grüne
  • „Ampelkoalition“: SPD, FDP, Grüne
  • „schwarz-gelb-grün“: CDU/CSU, FDP, Grüne

Alle Parteien wollen eine Koalition mit der AfD vermeiden.

 

Es bleibt spannend den Wahlkampf und vor allem den Ausgang der Wahlen zu verfolgen. Wie die Grafiken andeuten, liegen in allen drei europäischen Staaten mehrere Parteien/Kandidaten eng beieinander oder sogar fast gleichauf. Der Ausgang der Wahlen wird für die Zukunft/das Schicksal Europas nicht unbedeutend sein und in ihm wird sich auch zeigen, wie tolerant die Europäer wirklich sind.

JaT

Hier gibt`s was auf die Ohren: 24K

24K ist eine südkoreanische K-Pop-Gruppe (K-Pop = Korean Popular Music), welche seit 2012 aktiv ist und vor kurzem (endlich) auch in Europa Aufmerksamkeit erregt hat.

Ursprünglich hieß die Gruppe 4K und bestand aus vier Sängern: Cory, welcher gleichzeitig der Leader der Gruppe ist und in der USA aufwuchs, Kisu, Seokjune und Sungoh. Sie veröffentlichten ihre erste Single „Rocking Girl“ im Juni 2012. Im September schlossen sich 4K zwei Rapper, Daeil und Byungho, an, weswegen aus 4K ganz einfach 24K (2 = zwei Rapper, 4 = vier Sänger) wurde (,two-four-k’ ausgesprochen). Am 6. September 2012 konnte die Gruppe ihr erstes Mini-Album „Hurry Up“ veröffentlichen. Mit diesem Album schlugen sie eine ganz andere, als die ursprünglich geplante, eher ruhige Musikrichtung ein.

Am 1. August 2013 knapp ein Jahr später wurde das zweite Minialbum „U R so cute“ mit dem gleichnamigen Titeltrack veröffentlicht, eine Mischung aus Hard Rock und House Beats – ein Genre, dass die Band jedoch bald wieder verließ.

Dann wurde es still um die Gruppe – für zwei Jahre. Das einzige, was man von der Gruppe zu hören bekam, war dass Seokjune die Gruppe aus unbekannten Gründen verlassen hatte und Byungho, sich wegen Frau und Kind ebenfalls dazu entschlossen hatte, der Band den Rücken zu kehren.

Die Fans dachten, dass die Gruppe sich wahrscheinlich auflösen würde. Stattdessen schlossen sich 24K jedoch drei neue Mitglieder an: der Rapper und Tänzer Jeonguk, der chinesische Rapper Hui sowie der Sänger Jinhong. So wurden aus der ursprünglich 6 Mitglieder starken Gruppe eine siebenköpfige Band. Am 12. April 2015 wurde mit der neuen Aufstellung eine digitale Single veröffentlicht, welche den Namen „Hey You“ trug, ein paar Monate später, am 1. Oktober 2015, erlebten 24K mit ihrem drittem Mini-Album ‚Superfly’ ein Comeback.

Im Januar  2016 schaffte es die Gruppe auch ihr erstes Konzert in Europa zu spielen – und zwar in Polen – allerdings ohne Sänger Sungoh. Im April des gleichen Jahres trat die Gruppe in Malaysia auf, wo Sungoh wieder nicht zur Stelle war und auch Daeil sich nicht blicken ließ. Die Fans machten sich erneut Sorgen und fragten sich, wo die beiden geblieben waren. Erst im August meldete sich Choeun Entertainment, das Label unter dem 24K arbeitet, zu Wort: 24K würden im August ihr Comeback haben, jedoch ohne Sungoh, welcher sich die Schulter ausgerenkt habe, und Daeil, welcher aus persönlichen Gründen nicht bei dem Comeback dabei sein wolle. Erneut bekam 24K zwei neue Mitglieder: den Sänger Changsung und den Sänger und Rapper Hongseob. Als Fans daraus schlossen das Sungoh und Daeil die Gruppe verlassen haben, meldete sich Choeun Entertainment noch mal und machte klar, das beide jederzeit wieder zu der Gruppe hinzustoßen könnten und dass 24K dann neun Mitglieder haben würde.

Am 11. August hatte die K-Pop Gruppe dann ihr versprochenes Comeback mit der Single ‚Still 24K’. In dem dazu gedrehten Musikvideo spielen die Mitglieder Diebe, welche jedoch von einem Mitglied der Diebesbande verraten werden. Mit der Botschaft ‚coming soon’ brach das Musikvideo mitten in der Geschichte ab. Lange mussten 24U, die Fans von 24K, nicht warten denn am 21. Oktober wurde das erste Album von  24K veröffentlicht, welche neben älteren Titeln wie „Secret Love“, „Hey You“, „Superfly“, „Still 24K“ auch neue Lieder enthielt. Als Titelsong wurde „Bingo“ gewählt, dessen Musikvideo die Geschichte von ‚Still 24K‘ fortsetzt – und so viel sei verraten: nicht friedlich.

Im Januar 2017 hatten 24K ihre erste Europa-Tour auf der sie Italien, Finnland, England, Polen, Portugal, Rumänien und Deutschland besuchten. Nach der Tour gönnten sich die Mitglieder erst einmal Ferien, um daraufhin an ihrem neuen Album zu arbeiten. Im Februar wurde nun eine zweite Europatour für den April angekündigt. Wegen einer Menge von Nachfragen aus europäischen Ländern, die 24K nicht besucht hatten, entschloss sich Choeun Enertainment, die Jungs noch einmal nach Europa zu schicken. Im April wird 24K Russland, Schweden, Spanien sowie die Niederlande besuchen. Ihr nächstes Album ist für Ende April geplant.

24K ist eine bis dato in Deutschland noch unbekannte Gruppe, welche in jüngster Zeit jedoch weltweit und insbesondere auch in Europa Aufsehen erregt hat. Auch wenn nur noch 2 Mitglieder der ursprünglichen Gruppe aktiv sind, hat es die Gruppe geschafft sich einen Namen unter den vielen K-Pop Gruppen zu machen und – wie ihre Bandgeschichte eindrucksvoll belegt – sich langfristig im Musikbusiness zu behaupten.

Wer nun Lust bekommen hat, sich 24K einmal anzuhören, bei Spotify könnt ihr in ihr aktuelles Album reinhören oder die CD gleich bei Amazon bestellen.

MaH

22: WeihnachtsWelten – Weihnachten in Venezuela

Grundinformationen über Venezuela

Venezuela liegt in Südamerika (an der Karibikküste). Es grenzt an Brasilien, Kolumbien und Guyana. Die Hauptstadt ist Caracas und die Amtssprache Spanisch. In Venezuela leben rund 31 Millionen Menschen, fast alle in sind Christen, die meisten römisch-katholisch (96 %).

 

Zum Fest

Auch in Venezuela ist Weihnachten ein Fest der Freude an dem viel gesungen getanzt und Musik gemacht wird. Genau wie wir haben auch die Venezolaner ihre speziellen Weihnachtslieder, einen Tannenbaum und eine Krippe. Ebenfalls wird viel gegessen. Ein traditionelles Gericht sind Hallacas (Mais- oder Bananenblätter gefüllt mit Hackfleisch, Kartoffeln und Gemüse). Als erstes jedoch gehen die Menschen am 24. abends in die Kirche und feiern dann die Nacht durch, oft bis zum 25. morgens.

Zu Weihnachten kommt die ganze Familie und es gibt meist große Feiern, anders als in Deutschland. Ein weiterer Unterschied zu dem Weihnachten wie wir es gewohnt sind, ist dass die Geschenke erst am 25. ausgepackt werden.

 

Rezept Hallacas (25 Portionen)

 Zutaten

450 g getrockneter weißer Mais (oder statt dessen etwa 875 g hominy aus der Konserve)

1 1/2 l kaltes Wasser

110 g Schmalz

1 TL Salz

750 g Hähnchen, in 4 Teile zerlegt

1/2 l kaltes Wasser

1/8 l Olivenöl

500 g Schweinekotelett ohne Knochen, in 1 cm große Würfel geschnitten

500 g Rinderkamm, in 1 cm große Würfel geschnitten

1 1/4 Tassen feingehackte grüne Paprikaschoten

1 1/4 Tassen feingehackte Zwiebeln

1 EL feingehackter Knoblauch

500 g Tomaten, gehäutet, entkernt und grob zerhackt

6 EL Kapern, abgetropft und in kaltem Wasser abgespült

75 g Zucker

1 EL gemahlener Kreuzkümmel

1 EL Salz

1 1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer (nach Belieben weniger)

1/2 Tassen feingehackte, frische Petersilie

125 g frischer Schweinespeck, in ½ cm große Würfel geschnitten

125 g Rosinen

25 Stk. mit Paprika gefüllte Oliven

3 Stk. ganze Bananenblätter (+ 25 quadratische Blatt Pergamentpapier oder kochfeste Folie mit einer Seitenlänge von 25 cm)

 

Zubereitung

DER TEIG: Wer getrockneten Mais benutzt, vermengt ihn in einem 4 l Topf mit 1½ l Wasser und bringt beides auf starker Hitze zum Kochen. Auf Mittelhitze schalten und 20 Minuten ohne Deckel bei gelegentlichem Rühren kochen. Dann das Wasser abgießen und den Mais durch die feinste Scheibe eines Fleischwolfs drehen. Anschließend wird er noch durch ein grobes Sieb gerührt. Wer hominy benutzt, läßt den Teig gut abtropfen und dreht ihn auch durch den Fleischwolf. In einer kleinen Pfanne über mäßiger Hitze die Hälfte Schmalz auslassen, Annattosamen dazutun und 3 Minuten dünsten. Das Schmalz durch ein Sieb geben und die Samen wegschütten. Das restliche Schmalz wird mit dem Löffel oder mit der Hand in den Mais geknetet. Dann schüttet man das flüssige Schmalz und 1 Teelöffel Salz dazu und knetet 10 Minuten lang weiter, bis der Teig sehr glatt und weich ist.

DIE FÜLLUNG: Das Hähnchen und ½ l Wasser in einen 4 l Topf geben, über starker Hitze zum Kochen bringen und für 30 Minuten auf niedriger Temperatur lassen. Die Fleischstücke sollen weich sein, aber nicht zerfallen. Man legt sie auf eine Platte und hebt die Brühe für einen anderweitigen Gebrauch auf. Von dem Hähnchen erst die Haut abziehen, das Fleisch vom Knochen lösen und in ½ cm breite, 4 cm lange Streifen schneiden.

Das Öl in einer schweren Pfanne von 30 cm Durchmesser über starker Temperatur erhitzen, bis es leicht raucht. Darin das gewürfelte Schweine- und Rindfleisch bei gelegentlichem Rühren allseitig anbräunen und es dann auf eine Platte heben. Man schaltet nun auf Mittelhitze, gibt grüne Paprikaschoten, Zwiebeln sowie Knoblauch in das restliche Öl und dünstet sie 5 Minuten unter gelegentlichem Rühren. Sie sollen weich, aber nicht braun werden. Jetzt kommen die Tomaten hinzu, und alles zusammen muß 15 Minuten lang schmoren, bis die Flüssigkeit der Tomaten verdampft und ein dickes Püree entstanden ist. Nun Fleischwürfel, Kapern, Zucker, Kümmel, 1 Eßlöffel Salz und schwarzen Pfeffer dazugeben. Diese Mischung muß ohne Deckel 30 Minuten bei gelegentlichem Rühren schmoren. Dann Hähnchenfleisch und Petersilie hineinrühren. Die Pfanne vom Herd nehmen.

Den Schweinespeck in einer kleinen Pfanne unter gelegentlichem Rühren so weit wie möglich auslassen. Er soll dabei nicht stark bräunen. Man schüttet ihn durch ein Sieb und stellt die ausgelassenen Würfel beiseite.

DAS VERPACKEN: Von dem Teig 3 Eßlöffel abteilen, zu einem Bällchen rollen und auf die Mitte eines quadratischen Stückes Bananenblatt oder Papier legen. Dann den Teig mit den Fingern zu einem Rechteck von etwa 15 cm mal 18 cm pressen. Dieses Rechteck soll in diagonaler Position auf dem Blatt liegen. Man streut in die Mitte des Teiges 3 Eßlöffel Fleischfüllung und darüber 2 oder 3 Stückchen Schweinespeck, 4 oder 5 Rosinen sowie 1 Olive. Nun die hallaca falten. Auch wer keine Bananenblätter benutzt, macht eine zweite Verpackung aus Papier.

DAS DÄMPFEN: Wenn alle hallacas gefüllt, eingewickelt und zugeschnürt sind, legt man sie mit der Verschlußseite nach unten in mehreren Lagen in einen großen Durchschlag. Der Durchschlag wird in einen tiefen Topf gehängt, den man so weit mit Wasser füllt, dass die Wasseroberfläche kurz unterhalb des Durchschlagbodens bleibt. Das Wasser über starker Hitze zum Kochen bringen, den Topf zudecken und die Temperatur herunterschalten. Die hallacas werden 1 Stunde lang gedämpft. Währenddessen das Wasser schwach kochen lassen und das verdampfte gelegentlich erneuern. Die fertigen Päckchen mit der Küchenzange oder mit dem Schaumlöffel auf eine vorgewärmte Platte heben. Man kann sie sofort heiß servieren oder auch über Nacht in den Kühlschrank stellen, ohne dass sie an Geschmack verlieren. Dann müssen sie 30 Minuten über Dampf aufgewärmt werden.

DIE VORBEREITUNG DER BANANENBLÄTTER: Mit der Schere aus den 3 großen Bananenblättern die Mittelrippe herausschneiden und wegwerfen. Dann die Blätter vorsichtig in 25 cm große Quadrate reißen. Man reißt immer an einer Rille entlang und bekommt auf diese Weise mühelos gerade Kanten. Die Quadrate werden in kaltem Wasser mit einem Tuch oder Schwamm abgewischt – ebenfalls in der Richtung der Rippen. Anschließend müssen sie vorsichtig mit Küchenkrepp getrocknet werden.

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KiW

20: Schokolade war gestern…

Genauso wie Schokolade, Plätzchen und Nüsse, sind Citrus reticulata fest mit der Adventszeit verbunden. Citrus reti… was?! – Mandarinen!

Die ursprünglich aus Asien stammenden Früchte, die es insbesondere in den Monaten Oktober bis Januar in unseren Supermärkten zu kaufen gibt, sind echte Wundergewächse: In einer einzigen Mandarine stecken bereits mehr als 40 Prozent des Tagesbedarfs an Vitamin C, den ein Erwachsener zu sich nehmen sollte. Auch Vitamin A, E und Folsäure sowie Kalium und Kalzium sind reichlich enthalten. Das hilft dem Immunsystem und schützt uns vor fiesen Erkältungen & Co. Auch der Selengehalt der Mandarine kann sich sehen lassen. Dieses lebenswichtige Spurenelement (Für Angeber: Elementsymbol SE, Ordnungszahl 34 im Periodensystem ;-)) ist wichtig für die Blutgerinnung und die Funktion der Schilddrüse. Und mit nur circa 50 Kalorien pro 100 Gramm kann man ungeniert mehrere dieser Power-Früchte pro Tag essen.

Also: Esst mehr Mandarinen!!! – … damit ihr eure Ferien gesund und voller Kraft genießen könnt! 😉