Auf nach Jamaika?!

Mittlerweile ist sie schon fast zwei Monate her, die diesjährige Bundestagswahl. Für  viele Parteien war die Wahl ein voller Erfolg, manche anderen erlitten im Vergleich zur letzten Bundestagswahl schwere Verluste. Welche Partei jetzt aber gewonnen hat, wie überhaupt gewählt wurde und wie es jetzt nach der Wahl in Deutschland weitergeht, erfahrt ihr in diesem Artikel. Viel Spaß beim Lesen.

Die erste Frage, die viele Menschen beschäftigt, ist, wie denn in Deutschland überhaupt gewählt wird.
In Deutschland gibt es das sogenannte „Verhältniswahlprinzip“. Das bedeutet, dass nicht jede einzelne Stimme zählt, sondern nach der Wahl der Anteil der Stimmen für die jeweiligen Parteien ausgerechnet wird. Beim Wort „Parteien“ sind wir auch schon bei der nächsten Frage: Wer wird in Deutschland gewählt?

In Deutschland werden „Parteien“ gewählt. Parteien sind Bündnisse von Menschen, die die gleichen politischen Ansichten haben und vertreten. In Deutschland gibt es zwei große, sogenannte „Volks-Parteien“. Dazu zählen die Christlich Demokratische Union, kurz CDU, und die Sozialdemokratische Partei Deutschlands, kurz SPD. Neben diesen beiden Parteien gibt es auch noch folgende, kleinere, aber auch wichtige Parteien:
Christlich Soziale Union (CSU)
Die Grünen (GRÜNE)
Freie Demokratische Partei (FDP)
Die Linkspartei (LINKE)
Die Alternative für Deutschland (AfD)
Daneben existieren in Deutschland noch zahlreiche andere Parteien, Bewegungen und Bündnisse, die aber keine zentrale Rolle bei der Bundestagswahl spielen. Beispiele für solche Parteien sind z.B. die Freien Wähler oder die Piraten.

Jetzt kommen wir zu einem besonders wichtigen Thema, auf das alle Parteien am Abend des 24. Septembers, dem Tag der Wahl, gewartet haben: das Ergebnis der Bundestagswahl 2017. Am Ende sah es folgendermaßen aus:
Obwohl die Union (CDU und CSU) klar die meisten Stimmen bekommen hat, gilt sie als der große Wahlverlierer, da sie im Vergleich zur Wahl 2013 fast 9 Prozent verloren hat. Aber auch die SPD verlor deutlich an Stimmen, etwa 5 Prozent. Das Dramatische dabei war, dass sie bei dieser Wahl ihr historisch schlechtestes Ergebnis einfuhr. Die Grünen haben trotz schlechterer Umfragewerte ein respektables Ergebnis eingefahren und knapp 1 Prozent mehr Stimmen erreicht als bei der vergangenen Wahl. Die Linken hielten ihr Ergebnis von der Wahl 2013, sie erreichten im Vergleich ein leichtes Plus von 0,5 Prozent. Die FDP zählt zu den größten Gewinnern dieser Wahl. Sie konnte ihr Ergebnis von 2013 mehr als verdoppeln und erreichte ein Plus von fast 6 Prozent. Die Partei, die jedoch die größten Gewinne machte, ist die AfD. Durch ein riesiges Plus von 8,5 Prozent wurde sie hinter der Union und der SPD drittstärkste Partei. Die genauen Ergebnisse noch einmal im Überblick:
Union (CDU und CSU): 32,8 Prozent
SPD: 20,7 Prozent
Die Grünen: 9,1 Prozent
FDP: 10,4 Prozent
Die Linke: 9,0 Prozent
AfD: 13,2 Prozent
Die Sitzverteilung – damit ist die Anzahl der Plätze für die Parteien im Bundestag gemeint – sieht aufgrund dieses Wahlergebnisses folgendermaßen aus: 

Eine der wichtigsten Fragen für die Zukunft ist, welche Parteien zusammen in einer Koalition regieren. Um regieren zu können, braucht man die absolute Mehrheit, also mehr als 50 Prozent der Sitze im Bundestag. Bei 709 Sitzen im Bundestag brauchen die Parteien also 355 Sitze, um miteinander regieren zu können: Folgende Koalitionen, das sind Parteienbündnisse, sind nach der Sitzverteilung möglich:
Eine sogenannte „Jamaika-Koalition“ bestehend aus der Union, den Grünen und der FDP. Diese Koalition hätte zusammen 393 Sitze, also klar die absolute Mehrheit. Solch ein Jamaika-Bündnis gab es in Deutschland im Bundestag noch nie.
Die andere Koalitionsmöglichkeit wäre eine sogenannte „Große Koalition“ bestehend aus den beiden Volksparteien CDU/CSU und SPD. Dieses Bündnis hätte nur knapp mehr Sitze als ein Jamaika-Bündnis, nämlich 399. In der letzten Regierungsperiode von der Wahl 2013 bis zur Wahl 2017 regierte eine solche Große Koalition in Deutschland.

Was regiert in Deutschland also nun in Zukunft: Etwas Altbewährtes oder etwas völlig Unbekanntes. Da der Spitzenkandidat der SPD, Martin Schulz, der Union bereits eine Absage bezüglich einer Großen Koalition erteilt hat, wird es wohl auf ein Jamaika-Bündnis hinauslaufen. Allerdings ist dies nicht so einfach, wie es klingt, da sich die Parteien erst auf einen Koalitionsvertrag einigen müssen. Bevor dieser unterzeichnet wird, stehen den Spitzenpolitikern der jeweiligen Parteien, Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU), Katrin Göring-Eckardt (Grüne), Cem Özdemir (Grüne) und Christian Lindner (FDP) anstrengende Verhandlungen, sogenannte Sondierungsgespräche bevor.
Ein wichtiger Punkt bei diesen Sondierungsgesprächen ist die Neubesetzung der Ministerien, da es ja eine neue Parteienkonstellation gibt. Dadurch werden die einzelnen Posten komplett neu zusammengewürfelt, da jede Partei möglichst viele „starke Ministerien“ haben möchte. In der Zwischenzeit formen die anderen Parteien, die in den Bundestag eingezogen sind (SPD, LINKE, AfD) die „Opposition“, das ist ein Oberbegriff für alle Nicht- Regierungsparteien. Deren Aufgabe wird es sein, die regierenden Parteien in ihrer Arbeit zu kontrollieren. Zudem muss die Regierung der Opposition bei allen Fragen Rede und Antwort stehen.

Sobald es genauere Informationen bezüglich der Koalitionsbildung gibt, werden wir euch darüber informieren.

JaT

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Reisebericht: My trip to Plymouth

Alle Fünft- und Sechstklässler kennen und lieben sie: Silky, die kleine grau-blaue Kegelrobbe aus Plymouth in Großbritannien. Sie und die Schüler Sam, Lucy, Maya, Abby, Justin und Leo nehmen uns im Englischunterricht mit auf ihre Abenteuer in und um die Stadt im Südwesten Englands. Unsere Redakteurin Linda Almenäs hat sich den Handlungsort des Englisch-Schulbuchs in ihren Sommerferien live und in Farbe angesehen. Für euch berichtet sie exklusiv und natürlich auf Englisch.

In my summer holidays in August I went to Silky´s hometown Plymouth. I had a lot of fun there. Plymouth is a big city in Devon, where the Plymstock kids of our English book “Access” live. Of course, I visited all the sights. I climbed Smeaton´s tower at the Hoe, went swimming at the Lido, saw Sir Francis Drake, Drake Circus shopping mall, the citadel, the Elizabethan gardens and the Barbican. Here I ate the best ice-cream in the world. We also bought fudge and had fish and chips. At the National Marine Aquarium I met the sharks and learnt all about Plymouth Sound – they bay at Plymouth. I also took a boat trip to Cawsand Beach, where the story of the pepper smugglers in Unit 4 is set. Cawsand is a small town in Cornwall and there were lots of people on the little beach. We also looked for Abby´s house in Wembury, but it wasn´t there – or at least we didn’t find it. But the trip to Wembury was exciting because you have to drive on very small streets there and be very careful.

At last I went to Plymstock School. Plymstock School is not in the city. It´s outside in a part of Plymouth called Plymstock, close to the river Plym. The students weren´t there because – just like me – they were on holidays, but the school was open because were renovating some of the class rooms. I saw all the buildings, the classrooms, the staff room, Morph´s home the library, the cafeteria which is called “The Galley” and the gym. The school was small but nice.

Plymouth was great! The only thing I was very sad about is that the Big Wheel wasn´t there. Too bad! It was put down and shipped to France in 2013.

LiA, Fotos: privat

3: Reisetipp: Auf geht’s nach Schweden!

Schweden liegt in Skandinavien und ist ein beliebtes Urlaubsziel. Als Schwedin verbringe ich fast jedes  Jahr im Sommer mit der Familie bei Verwandten dort.

Für mich bedeutet Schweden:

– Köttbullar (Fleischbällchen) , Kanelbullar (Zimtschnecken) und Prinzesstorte

– Angeln und Beeren sammeln

– Natur und Kultur.

In Stockholm und in der Nähe kann man all diese Sachen auf  einmal erleben.

Stockholm, die Hauptstadt  von Schweden, hat 1,4 Millionen Einwohner und ist auf mehreren Inseln erbaut, die über Brücken miteinander verbunden sind.

Die Altstadt von Stockholm („Gamla Stan“) liegt auf der Insel Stadsholmen (=Stadtinsel). Enge Gassen, kleine Läden und Cafés laden zum gemütlichen Bummeln ein. Außerdem könnt ihr die Deutsche Kirche („Tyska Kyrka“) und das Stockholmer Schloss („Kungliga Slottet“) mit den Kronjuwelen besichtigen.

Mögt ihr Museen? Dann empfehle ich Euch auch unbedingt einen Besuch im berühmten Vasa-Museum auf der Insel „Djurgården“ (=Tiergarten). Hier ist die „Vasa“, ein 1628 vor Stockholm gesunkenes und 1961 geborgenes Kriegsschiff im Original zu sehen. Auch das älteste Freiluftmuseum der Welt, „Skansen“, ist einen Abstecher wert. Höfe, Bräuche und Tiere aus allen schwedischen Landesteilen können erkundet werden. Im  Sommer findet in Skansen jeden Dienstagabend der beliebte „Allsång“ statt, der jahrelang von Måns, dem Gewinner des Eurovision Song Contest 2015, moderiert wurde. Dabei singen alle gemeinsam Volkslieder und Schlager. Die Schweden lieben diese Tradition und viele singen an den Fernsehern zuhause mit.

Fahrt ihr gerne Achterbahn? Dann ist der Freizeitpark  „Gröna Lund“ mitten in der Stadt genau das Richtige für euch! Auf dem 121 m hohen Kettenkarussell schwebt ihr direkt über dem Wasser und habt einen tollen Ausblick auf die Stadt.

Reif für die Insel? Dann macht doch einen Ausflug mit dem Boot in Stockholms herrliche Schärenlandschaft. 30.000 Inseln und Inselchen liegen vor der Hauptstadt im Meer. Die meisten von ihnen sind unbewohnt, aber viele Inseln sind über Fähren verbunden oder mit dem Schiff direkt vom Hafen in Stockholm zu erreichen. Man kann „Inselhopping“ machen, baden und paddeln gehen, angeln, Rad fahren oder einfach nur entspannen. Übernachten kann man in einem Wanderheim. Tipp: Man kann sich auch auf einer Schäreninsel oder im wunderschönen Schärenort Vaxholm eine Hütte mieten oder auf dem Campingplatz wohnen und von dort aus Tagesausflüge nach Stockholm mit dem Boot machen (ca. 1 Stunde Fahrt).

Fazit: Schweden ist ein Reiseziel für naturliebende Menschen, die auch auf Kultur nicht verzichten möchten. Kinder und Erwachsene haben hier sehr viel Spaß.

LiA – Fotos: privat.

7: Urlaub unter der Mitternachtssonne – Reisetipp: Finnland

Finnland ist eines der nördlichsten Länder Europas und ein Teil von Skandinavien. Nicht selten wird das Land mit Namen wie „Das Land der tausend Seen“ oder „Das Land der Mitternachtssonne“ betitelt. Doch wieso genau sollte man Finnland besuchen?

Habt ihr schon mal Nordlichter gesehen? Wenn nicht, ist Finnland einer der besten Orte diese zu bestaunen, im Norden des Landes – ‚Lappland’ genannt – kann man dieses Phänomen – außerhalb der Polartage – bestaunen. Und das sogar ohne sich dabei kalte Füße und rote Nasen zu holen. Wie das? Man mietet sich ein Glas-Iglus. Ausgestattet wie ein Hotelzimmer kann man so, im Bett unter der warmen Decke liegend, eine Nacht unter den Polarlichtern verbringen.

Jeder der schon ein bisschen von Finnland weiß, ist darüber informiert, dass Finnland nach Russland das Land mit den meisten Seen in Europa ist. Diese Tatsache ist nicht zuletzt deshalb überraschend, weil Finnland eine kleinere Gesamtfläche als Deutschland und ungefähr zehnmal weniger Fläche als der europäische Teil Russlands besitzt.

Wenn ihr über Finnland nachdenkt, kommt euch wahrscheinlich als erstes die Natur in den Kopf, jedoch ist Finnland, obwohl viele es nicht wissen, eines der technisch am weitesten entwickelten Länder. Sehr viele der bekannten Spiele, wie zum Beispiel „Angry Birds“ oder „Clash of Clans“ wurden in Finnland entwickelt. Auch ist das Land generell technisch sehr weit fortgeschritten.

Finnland ist mit seinen 338.432 km² nur unwesentlich kleiner als Deutschland. Im Vergleich zu unserem Heimatland, hat Finnland jedoch nur sehr wenige Einwohner. Insgesamt leben nur 5,5 Millionen Menschen in Finnland – zum Vergleich: Allein die Bundeshauptstadt Berlin zählt bereits 3,5 Millionen Einwohner. Dies bedeutet dass man in Finnland sehr viel Platz hat. So kann es vorkommen, dass man sich eine Hütte am See mietet und nicht selten die einzige Seele an diesem See ist. Manchmal ist vielleicht noch eine Hütte auf der anderen Seite des Sees, aber sonst nicht viel mehr. Zur Ruhe zu kommen und die Seele baumeln zu lassen fällt also nicht schwer. Die einzige ‚große‘ Stadt Finnlands und gleichzeitig auch die Hauptstadt ist übrigens Helsinki. Aber auch sie ist immer noch angenehm, da sie im Vergleich zu den meisten anderen Landeshauptstädten mit ihren circa 630.000 Einwohnern recht klein ist.

Fazit: Wer es nicht so heiß mag, gerne draußen in der Natur ist und für den im Bezug auf Menschen die Devise ‚weniger ist mehr‘ gilt, für den ist Finnland das perfekte Reiseziel.

MaH – Fotos: privat.

 

 

Urlaub für Bienen & Co.

Vor ein paar Wochen fanden am Bergstraßen-Gymnasium wieder die alljährlichen Blocktage statt. Anders als in den Jahren zuvor, umfassten diese in 2017 fünf statt wie bisher drei Tage. Genügend Zeit also, sich den Dingen zu widmen, für die im normalen Unterricht keine Zeit ist. Zu den zahlreichen angebotenen und von den Klassen durchgeführten Projekten zählte auch das Nistkasten-Projekt der Klasse 6b. Die Klasse beschäftigte sich an einem Blocktag mit der Bedeutung von Insekten und machte sich daran, ein so genanntes Insekten-Hotel oder anders gesagt, einen Nistkasten für Insekten zu bauen.

Insekten sind sehr wichtig für uns Menschen, vor allem die  Honigbienen. Auf ihren Sammelflügen tragen die Bienen Blütenpollen von einer Blüte zur nächsten und bestäuben so die Blüten der Pflanzen, z. B. von Apfelbäumen. Wenn die Bienen sie nicht bestäuben würden, gäbe es keine Äpfel, die auch Nahrung für andere Tiere sind. Bienen übernehmen diese Aufgabe jedoch nicht nur bei Apfelbäumen, sondern auch bei einer Vielzahl von anderen Pflanzen, wie z. B. Raps. Kleiner süßer Nebeneffekt, dieser äußerst wichtigen Arbeit, die die Bienen verrichten: sie produzieren aus dem Neckar, den sie auf ihrem Flug aus den Blüten saugen gleichzeitig auch noch Honig.

Doch es gibt ein Problem: Es gibt immer weniger Bienen.

Verschiedene Ursachen können für den weltweiten Bienenschwund verantwortlich gemacht werden, hierzu zählen unter anderem:

  • Lebensraum: Es gibt immer weniger Plätze wo Bienenvölker leben können, da der Mensch immer mehr in die Natur eingreift.
  • Krankheiten und Parasiten: Varroamilben befallen ganze Bienenstöcke. Sie saugen die Körperflüssigkeit aus den Bienen und übertragen Viren. Daneben löst ein Pilz der Gattung Nosema bei Bienen einen tödlichen „Durchfall“ aus.
  • Pestizide: Bauern spritzen mit solchen Giften ihre Felder, um sie gegen Schädlinge zu schützen – allerdings schaden sie damit auch anderen nützlichen Tieren, wie den Bienen. Durch die Gifte verlieren die Bienen die Orientierung und finden nicht zum Stock zurück, was für sie den Tod bedeutet, da Bienen nicht alleine leben können.
  • Monokulturen: Da Landwirte auf großen Flächen oft nur eine Pflanzenart anbauen, wird es den Bienen zu „eintönig“.

 

Doch wie kann man helfen? Ein erster Schritt in die richtige Richtung: Man baut ein Insektenhotel.

Dazu braucht man:

  • vier gleich große Bretter für den Kasten,
  • Steine,
  • Holzstämme,
  • kleine Äste,
  • einen Akkuschrauber (Für den Stein möglichst einen nehmen mit dem man Löcher machen kann ohne, dass er kaputt geht.),
  • Maschendraht,
  • Schrauben.

Als erstes bohrt man Löcher in den Holzstamm und in die Steine. Wichtig ist, dass diese nicht gleich groß sind. Als nächstes kommt der Kasten/Rahmen: Dazu die vier Bretter mittels Schrauben so miteinander verbinden, dass ein Rahmen/quadratischer Kasten entsteht. Danach den Maschendraht auf der Rückseite des Kastens befestigen, damit dort nichts herausfallen kann. Dann wird der Kasten mit allen möglichen Naturmaterialien, also den Steinen, den Ästen, Holzstämmen etc. gefüllt, sodass viele kleine Zwischenräume entstehen, in denen die Bienen Schutz finden und sich wohlfühlen. Das Insektenhotel am besten in einer ruhigen Ecke des Gartens, z. B. an einem Baum befestigen und sich am Summen der fleißigen Bewohner erfreuen und stolz darauf sein, dass man den Bienen (und anderen Insekten) zumindest ein bisschen geholfen hat. 🙂

FaT

Die (möglichen) Folgen von „Evet“

Wie ihr sicherlich alle mitbekommen habt, hat die Türkei über ein Referendum abgestimmt, das Präsident Recep Tayyip Erdogan mehr Macht verleiht. Nur sehr knapp – mit etwas mehr als 51 Prozent der Stimmen – haben die Befürworter des Präsidialsystems (Evet = Ja) gegenüber den Gegnern (Hayir = Nein) gewonnen.

Doch was genau bedeutet dies. Was wird sich zukünftig alles ändern?

Die 18 Vorschläge zur Verfassungsänderung haben Auswirkungen auf mehr als 70 Bestimmungen der Verfassung. Neben 50 Änderungen an der Verfassung werden einzelne Bestimmungen auch ganz wegfallen. Der Großteil der Änderungen wird erst 2019 umgesetzt werden.

Der Wandel vom parlamentarischen Regierungssystem zur Präsidialregierung umfasst dabei u. a. folgende Punkte:

  • Es werden mehr Abgeordnete im Parlament sitzen. Eine Erhöhung der Zahl der Abgeordneten von 550 auf 600 ist insofern logisch, als dass die Bevölkerung der Türkei seit Beginn der 1980er Jahre stetig gewachsen ist. Allerdings sorgt in diesem Zusammenhang eine Formulierung für Aufsehen: Statt von einem Parlament wird nur noch von einer „Großen Türkischen Nationalversammlung“ gesprochen.
  • Ab jetzt kann man schon mit 18 Jahren für einen Sitz im Parlament kandidieren, man muss allerdings „in Beziehung zum Militärdienst“ stehen. Dadurch bekommt Erdogan mehr Kontrolle über das Parlament, da er viel Macht über das Militär hat.
  • Das Parlament und der Präsident werden am gleichen Tag und in einem Zyklus von fünf Jahren gewählt. Dadurch wird der Präsident gestärkt, da seine eigene Partei während seiner Amtszeit meist vorherrschend im Land ist. Für seine Vorhaben braucht er die Mehrheit der Stimmen. Das ist wahrscheinlicher, wenn seine eigene Partei ihn dabei unterstützen kann.
  • Das Parlament verliert sein Recht zur Überprüfung von Gesetzen. Erdogan kann also die Gesetze so ausrichten wie sie ihm gefallen.
  • Das Parlament kann keinen Misstrauensantrag mehr stellen oder einen Untersuchungsausschuss beantragen, allerdings kann es zu bestimmten Themen Recherchen durchführen. Dadurch kann dem Präsidenten noch weniger Druck gemacht werden.
  • Die Ämterhäufung des Präsidenten ist nicht mehr verboten. Auch hierdurch erreicht der Präsident mehr Macht im Land, da er mehrere Positionen einnehmen kann.
  • Neu ist außerdem, dass sich der Präsident in die Gesetzesfertigung einmischen darf, er darf z. B. Gesetzesideen des Parlaments zurückweisen.
  • Dank des Referendums kann das Parlament mit einer „Drei-Fünftel-Mehrheit“ entscheiden, ob es rechtliche Schritte gegen den Präsidenten einlegt. Trotz der hohen Hürde der „Drei-Fünftel-Mehrheit“ ist es somit theoretisch möglich, das Staatsoberhaupt strafrechtlich zu belangen.
  • Der Präsident allein darf den Ausnahmezustand verhängen.
  • Künftig wird die Justiz stärker vom Staatsoberhaupt beeinflusst. Er ernennt einen Justizminister sowie fünf Mitglieder des Gerichtshofs. Zudem wählt das Parlament, das allerdings vom Staatsoberhaupt beeinflusst ist, da dieser zugleich Präsident als auch Chef der Regierungspartei sein kann, sechs weitere Mitglieder. So kann der Präsident indirekt entscheiden, wer Richter oder Staatsanwalt wird.
  • Anders, als vor dem Referendum, verfasst nun nicht mehr der Ministerrat sondern der Präsident das jährliche Haushaltsgesetz und bestimmt somit über den Staatshaushalt.
  • Fortan werden Dekrete (Verordnungen mit Gesetzeskraft) nicht mehr vom Ministerrat und nach Kontrolle durch das Parlament sondern ausschließlich vom Präsidenten erlassen.

Das Ergebnis des Verfassungsreferendums in der Türkei und die daraus resultierenden Folgen werden weltweit mit großer Besorgnis gesehen, da viele Experten fürchten, dass sich die Türkei infolge dessen immer mehr von demokratischen Prinzipien abwendet.

JaT

Was liked ihr?

Twitter, WhatsApp, Snapchat, Instagram, Facebook… dies sind nur einige der vielen sozialen Medien, die inzwischen aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Aber was genau können die verschiedenen Angebote überhaupt? Wie beliebt sind sie weltweit? Und welche Rolle spielen sie bei den SchülerInnen des Bergstraßen-Gymnasiums?

Wir haben mehr als 50 SchülerInnen unserer Schule dazu interviewt, welche sozialen Medien sie nutzen. Hier präsentieren wir euch exklusiv die Ergebnisse unserer Umfrage:

Facebook: Facebook (online seit 2004) ist eines der bekanntesten, wenn nicht das bekannteste soziale Netzwerk. Die Facebook-Nutzer präsentieren sich mittels eines persönlichen Profils, auf dem sie Informationen über sich selbst, Fotos und Kommentare posten. Die verschiedenen User vernetzen sich über Freundschaftsanfragen miteinander, können sich in Gruppen zu gemeinsamen Interessen austauschen oder auch mittels eines Messenger-Dienstes miteinander kommunizieren. Facebook steht seit Jahren für seinen mangelhaften Umgang mit Nutzerdaten in der Kritik. Der deutsche Bundesverband der Verbraucherzentralen warnte 2010 eindrücklich vor der Nutzung von Facebook. Nichtsdestotrotz zählte Facebook im Dezember 2016 ca. 1,89 Milliarden Nutzer, das sind ca. 25 % der Weltbevölkerung. Von den Personen die an der Umfrage teilgenommen haben, nutzen vergleichsweise wenige – nämlich insgesamt nur 10 – SchülerInnen unserer Schule  Facebook.

Instagram: Ebenfalls sehr bekannt ist der 2010 erschienene Online-Dienst Instagram, über den die User Fotos und Videos kostenlos miteinander teilen können. Neusten Statistiken zufolge liegt die Anzahl der minütlich hochgeladenen Fotos und Videos ca. 40.000. Pro Tag kommen so ca. 60 Millionen neue Beiträge zusammen. Instagram, übrigens eine Tochterfirma von Facebook, hatte im Juni 2016 ca. 500 Millionen Nutzer. Von den Personen die an der Umfrage teilgenommen haben, nutzen 34 Personen Instagram. Instagram landet damit auf Platz 3 in unserer Umfrage.

Snapchat: In der Umfrage ebenfalls auf Platz 3 (34 User) ist Snapchat gelandet. Den Messaging-Dienst gibt es seit 2011. Über ihn lassen sich Fotos und Videos, die sich nach einer bestimmten Anzahl an Sekunden selbst löschen (oder vielmehr vermeintlich löschen – in den Tiefen unserer Handys sind sie nämlich noch zu finden), an Freunde verschicken. Stand April 2016 hat Snapchat 100 Millionen aktive Nutzer. Diese sehen sich täglich 10 Milliarden Video-Clips an – 2 Milliarden Video-Clips mehr als die Nutzer von Facebook.

 Twitter: Ein weiteres Beispiel für social media ist der Microblogging-Dienst Twitter (erschienen 2006), mittels dem die Nutzer sogenannte Tweets – Kurznachrichten im Umfang von maximal 140 Zeichen – verbreiten können. Im Februar 2017 hatte Twitter 319 Millionen Nutzer, 11 davon haben an unserer Umfrage teilgenommen.

YouTube: Das 2005 gegründete Video-Portal YouTube, das seit 2006 Tochterfirma von Google ist, hat rund 1 Milliarde aktive Nutzer (Stand 2016) und liegt damit auf Platz 2 der weltweit größten social media Angebote 2016 (gemessen an den Nutzerzahl). Die User können auf dem Portal kostenlos Videoclips anschauen oder auch selbst hochladen. Darüber hinaus können sie Videos bewerten und mit Kommentaren versehen. In unserer Umfrage liegt YouTube mit 40 Nutzern auch auf Platz 2.

WhatsApp: WhatsApp dient dem Austausch von Textnachrichten, Bild-, Video- und Ton-Dateien via Smartphone. Der 2009 erschienene Instant-Messaging-Dienst wurde 2014 von Facebook übernommen. Stand Februar 2016 hat WhatsApp 1 Milliarde Nutzer weltweit. In unserer Umfrage waren es 49 Schüler, die regelmäßig WhatsApp nutzen. Somit hat sich WhatsApp bei uns Platz 1 gesichert.

Natürlich sind die oben beschriebenen lange nicht alle social media Formate und Dienste, die sich bei der Schülerschaft des Bergstraßen-Gymnasiums (großer) Beliebtheit erfreuen. Den folgenden Kommentaren und der Übersicht entnehmt ihr, was die BIZ-Schüler über social media denken und was sonst noch so ‚geliked‘ wird.

 

„Ich habe viele Apps für social media, doch die meisten nutze ich eigentlich gar nicht.“

„Ich habe kein Facebook, da ich nicht gerne meine Daten frei gebe.“

„Ich komme auch gut ohne WhatsApp klar.“

„YouTube schau ich mehrere Stunden am Tag.“

„Auf WhatsApp und Insta kann und will ich nicht verzichten.“

 

social media Nutzer
WhatsApp 49
YouTube 40
Snapchat 34
Instagram 34
Skype 19
Twitter 11
Facebook 10
vsco 3
Musical.ly 10
Twitch 6
Pinterest 5
ask.fm 3
Teamspeak 3
tumblr 2
wattpad 2
house party 1
You now 1
Viber 1

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