23: Vom BIZ auf die Bühne – Ein Interview mit Lilou

Morgen ist es endlich soweit: Weihnachten steht vor der Tür. Als kleines Schmankerl haben wir heute für euch noch ein Interview mit einer ehemaligen Schülerin unserer Schule, die mittlerweile als Sängerin auf der Bühne steht. – Ja, ihr habt richtig gelesen: Auch das kleine aber feine Bergstraßen-Gymnasium kann Sprungbrett für eine Gesangskarriere sein.

 

Ihr Name ist Louisa Halter – Künstlername „Lilou“ -, sie ist 23 Jahre alt und studiert Komposition in Essen. Ihre Hobbies sind Gitarre-, Klavier- und Bassspielen und natürlich das Singen.

 

Im Interview stand uns Lilou Rede und Antwort. Hier lest ihr exklusiv, was sie uns verraten hat:

BIZareNews: Wann hast du dein Abi hier gemacht?

Lilou: (überlegt) Ich glaube es war 2012… oder 2013? (lacht)

BIZareNews: Wie bist du zur Musik gekommen?

Lilou: Ich habe schon als Kind gerne gesungen und in der Musikschule verschiedene Instrumente ausprobiert.

BIZareNews: Warst du hier am BIZ in Chören oder Bands?

Lilou: Ich war im Schulchor.

BIZareNews: Wie bist du auf die Idee gekommen etwas mit Musik zu studieren?

Lilou: Ich wollte gerne die Erfahrung machen zu studieren, aber gleichzeitig auch meine ganze Energie der Musik widmen und im Studium Bereiche der Komposition kennenlernen, mit denen ich noch nicht vertraut war.

BIZareNews: Und wie gefällt dir das Studium?

Lilou: Es ist sehr interessant, allerdings ist es schwierig einen Studienplatz zu bekommen, da es eine Aufnahmeprüfung gibt und nur sehr wenige Plätze pro Jahr.

BIZareNews: Wie muss man sich das vorstellen?

Lilou: Es ist sehr breit gefächert und man bekommt einen Überblick über verschiedene Arten der Komposition, technisches und theoretisches Know-How, wissenschaftliche Fächer aber auch praktische, wie zum Beispiel Instrumentalunterricht oder Gehörbildung. Den persönlichen Schwerpunkt wählt man selbst.

BIZareNews: Hat dir etwas, das du hier am Bergstraßen-Gymnasium gelernt hast, in deinem Studium geholfen?

Lilou: Da ich meinen Schwerpunkt auf Popmusik ausgerichtet habe, sind die Inhalte im Studium komplett anders als im Musikunterricht in der Schule. Was aber die Physikmuffel interessieren könnte: Ich habe festgestellt, dass Teile des Physikunterrichts tatsächlich noch mal gebraucht wurden in der Tonstudiotechnik und Akustik. Also nicht zu früh abschalten 🙂
BIZareNews: Schreibst du deine Songs selbst?

Lilou: Ja!

BIZareNews: Du verfolgst neben deinem Studium auch eine Karriere als Sängerin. Wie läuft es da?

Lilou: Es läuft ganz gut bis jetzt, es ist aber sehr schwierig, zeitlich alles unter einen Hut zu bekommen. Worauf ich besonders stolz bin ist, dass ich dieses Jahr im Vorprogramm von Nena auftreten durfte.

BIZareNews: Wo und wann schreibst du die Songs?

Lilou: Das ist völlig unterschiedlich. Bei mir passiert das oft ungeplant und aus einer Stimmung heraus.

BIZareNews: Kann man dich eventuell demnächst hier in der Region hören?

Lilou: Ich hatte vor kurzem eine Release-Tour mit meiner neuen CD und war in diesem Zusammenhang auch hier in der Region. Zurzeit ist noch nichts geplant, aber man kann mich gerne für Events anfragen.

BIZareNews: Was möchtest du nach dem Studium machen?

Lilou: (lacht) Natürlich Konzerte mit meinen Songs spielen und vielleicht auch für andere Künstler schreiben.

BIZareNews: Wo siehst du dich in 10 Jahren?

Lilou: Auf einer großen Bühne vor großem Publikum.

BIZareNews: Gibt es diesbezüglich Vorbilder?

Lilou: Ich habe nicht direkte Vorbilder, aber ich bin einer großer Fan der Musikrichtung Indie Pop. Auch Popbands wie Coldplay und deutschsprachige Acts wie Bosse finde ich gut.

BIZareNews: Ein erster Schritt in Richtung großer Karriere ist bereits gemacht, denn inzwischen hast du bereits zwei CDs veröffentlicht. Wie heißen deine CDs?

Lilou: Die erste heißt „Schwere, los!“ (2012) und die zweite „Aber Manchmal Doch“ (2016).

 

Wir bedanken uns bei Lilou für das Interview. Wir wünschen ihr viel Erfolg und hoffen, dass sich ihr Traum von einer großen Musikkarriere erfüllt.

Wer nun Lust bekommen hat, sich die Musik von Lilou anzuhören: ihr brandneues Mini-Album „Aber Manchmal Doch“ gibt es auf Spotify, iTunes, Amazon & Co. zum Streamen und als Download. Also, Ohren auf und hingehört!

iTunes: http://apple.co/2fuxjIz

Spotify: http://spoti.fi/2g16jVs

Amazon: http://amzn.to/2f3SUXL

KaR

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22: WeihnachtsWelten – Weihnachten in Venezuela

Grundinformationen über Venezuela

Venezuela liegt in Südamerika (an der Karibikküste). Es grenzt an Brasilien, Kolumbien und Guyana. Die Hauptstadt ist Caracas und die Amtssprache Spanisch. In Venezuela leben rund 31 Millionen Menschen, fast alle in sind Christen, die meisten römisch-katholisch (96 %).

 

Zum Fest

Auch in Venezuela ist Weihnachten ein Fest der Freude an dem viel gesungen getanzt und Musik gemacht wird. Genau wie wir haben auch die Venezolaner ihre speziellen Weihnachtslieder, einen Tannenbaum und eine Krippe. Ebenfalls wird viel gegessen. Ein traditionelles Gericht sind Hallacas (Mais- oder Bananenblätter gefüllt mit Hackfleisch, Kartoffeln und Gemüse). Als erstes jedoch gehen die Menschen am 24. abends in die Kirche und feiern dann die Nacht durch, oft bis zum 25. morgens.

Zu Weihnachten kommt die ganze Familie und es gibt meist große Feiern, anders als in Deutschland. Ein weiterer Unterschied zu dem Weihnachten wie wir es gewohnt sind, ist dass die Geschenke erst am 25. ausgepackt werden.

 

Rezept Hallacas (25 Portionen)

 Zutaten

450 g getrockneter weißer Mais (oder statt dessen etwa 875 g hominy aus der Konserve)

1 1/2 l kaltes Wasser

110 g Schmalz

1 TL Salz

750 g Hähnchen, in 4 Teile zerlegt

1/2 l kaltes Wasser

1/8 l Olivenöl

500 g Schweinekotelett ohne Knochen, in 1 cm große Würfel geschnitten

500 g Rinderkamm, in 1 cm große Würfel geschnitten

1 1/4 Tassen feingehackte grüne Paprikaschoten

1 1/4 Tassen feingehackte Zwiebeln

1 EL feingehackter Knoblauch

500 g Tomaten, gehäutet, entkernt und grob zerhackt

6 EL Kapern, abgetropft und in kaltem Wasser abgespült

75 g Zucker

1 EL gemahlener Kreuzkümmel

1 EL Salz

1 1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer (nach Belieben weniger)

1/2 Tassen feingehackte, frische Petersilie

125 g frischer Schweinespeck, in ½ cm große Würfel geschnitten

125 g Rosinen

25 Stk. mit Paprika gefüllte Oliven

3 Stk. ganze Bananenblätter (+ 25 quadratische Blatt Pergamentpapier oder kochfeste Folie mit einer Seitenlänge von 25 cm)

 

Zubereitung

DER TEIG: Wer getrockneten Mais benutzt, vermengt ihn in einem 4 l Topf mit 1½ l Wasser und bringt beides auf starker Hitze zum Kochen. Auf Mittelhitze schalten und 20 Minuten ohne Deckel bei gelegentlichem Rühren kochen. Dann das Wasser abgießen und den Mais durch die feinste Scheibe eines Fleischwolfs drehen. Anschließend wird er noch durch ein grobes Sieb gerührt. Wer hominy benutzt, läßt den Teig gut abtropfen und dreht ihn auch durch den Fleischwolf. In einer kleinen Pfanne über mäßiger Hitze die Hälfte Schmalz auslassen, Annattosamen dazutun und 3 Minuten dünsten. Das Schmalz durch ein Sieb geben und die Samen wegschütten. Das restliche Schmalz wird mit dem Löffel oder mit der Hand in den Mais geknetet. Dann schüttet man das flüssige Schmalz und 1 Teelöffel Salz dazu und knetet 10 Minuten lang weiter, bis der Teig sehr glatt und weich ist.

DIE FÜLLUNG: Das Hähnchen und ½ l Wasser in einen 4 l Topf geben, über starker Hitze zum Kochen bringen und für 30 Minuten auf niedriger Temperatur lassen. Die Fleischstücke sollen weich sein, aber nicht zerfallen. Man legt sie auf eine Platte und hebt die Brühe für einen anderweitigen Gebrauch auf. Von dem Hähnchen erst die Haut abziehen, das Fleisch vom Knochen lösen und in ½ cm breite, 4 cm lange Streifen schneiden.

Das Öl in einer schweren Pfanne von 30 cm Durchmesser über starker Temperatur erhitzen, bis es leicht raucht. Darin das gewürfelte Schweine- und Rindfleisch bei gelegentlichem Rühren allseitig anbräunen und es dann auf eine Platte heben. Man schaltet nun auf Mittelhitze, gibt grüne Paprikaschoten, Zwiebeln sowie Knoblauch in das restliche Öl und dünstet sie 5 Minuten unter gelegentlichem Rühren. Sie sollen weich, aber nicht braun werden. Jetzt kommen die Tomaten hinzu, und alles zusammen muß 15 Minuten lang schmoren, bis die Flüssigkeit der Tomaten verdampft und ein dickes Püree entstanden ist. Nun Fleischwürfel, Kapern, Zucker, Kümmel, 1 Eßlöffel Salz und schwarzen Pfeffer dazugeben. Diese Mischung muß ohne Deckel 30 Minuten bei gelegentlichem Rühren schmoren. Dann Hähnchenfleisch und Petersilie hineinrühren. Die Pfanne vom Herd nehmen.

Den Schweinespeck in einer kleinen Pfanne unter gelegentlichem Rühren so weit wie möglich auslassen. Er soll dabei nicht stark bräunen. Man schüttet ihn durch ein Sieb und stellt die ausgelassenen Würfel beiseite.

DAS VERPACKEN: Von dem Teig 3 Eßlöffel abteilen, zu einem Bällchen rollen und auf die Mitte eines quadratischen Stückes Bananenblatt oder Papier legen. Dann den Teig mit den Fingern zu einem Rechteck von etwa 15 cm mal 18 cm pressen. Dieses Rechteck soll in diagonaler Position auf dem Blatt liegen. Man streut in die Mitte des Teiges 3 Eßlöffel Fleischfüllung und darüber 2 oder 3 Stückchen Schweinespeck, 4 oder 5 Rosinen sowie 1 Olive. Nun die hallaca falten. Auch wer keine Bananenblätter benutzt, macht eine zweite Verpackung aus Papier.

DAS DÄMPFEN: Wenn alle hallacas gefüllt, eingewickelt und zugeschnürt sind, legt man sie mit der Verschlußseite nach unten in mehreren Lagen in einen großen Durchschlag. Der Durchschlag wird in einen tiefen Topf gehängt, den man so weit mit Wasser füllt, dass die Wasseroberfläche kurz unterhalb des Durchschlagbodens bleibt. Das Wasser über starker Hitze zum Kochen bringen, den Topf zudecken und die Temperatur herunterschalten. Die hallacas werden 1 Stunde lang gedämpft. Währenddessen das Wasser schwach kochen lassen und das verdampfte gelegentlich erneuern. Die fertigen Päckchen mit der Küchenzange oder mit dem Schaumlöffel auf eine vorgewärmte Platte heben. Man kann sie sofort heiß servieren oder auch über Nacht in den Kühlschrank stellen, ohne dass sie an Geschmack verlieren. Dann müssen sie 30 Minuten über Dampf aufgewärmt werden.

DIE VORBEREITUNG DER BANANENBLÄTTER: Mit der Schere aus den 3 großen Bananenblättern die Mittelrippe herausschneiden und wegwerfen. Dann die Blätter vorsichtig in 25 cm große Quadrate reißen. Man reißt immer an einer Rille entlang und bekommt auf diese Weise mühelos gerade Kanten. Die Quadrate werden in kaltem Wasser mit einem Tuch oder Schwamm abgewischt – ebenfalls in der Richtung der Rippen. Anschließend müssen sie vorsichtig mit Küchenkrepp getrocknet werden.

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KiW

20: Schokolade war gestern…

Genauso wie Schokolade, Plätzchen und Nüsse, sind Citrus reticulata fest mit der Adventszeit verbunden. Citrus reti… was?! – Mandarinen!

Die ursprünglich aus Asien stammenden Früchte, die es insbesondere in den Monaten Oktober bis Januar in unseren Supermärkten zu kaufen gibt, sind echte Wundergewächse: In einer einzigen Mandarine stecken bereits mehr als 40 Prozent des Tagesbedarfs an Vitamin C, den ein Erwachsener zu sich nehmen sollte. Auch Vitamin A, E und Folsäure sowie Kalium und Kalzium sind reichlich enthalten. Das hilft dem Immunsystem und schützt uns vor fiesen Erkältungen & Co. Auch der Selengehalt der Mandarine kann sich sehen lassen. Dieses lebenswichtige Spurenelement (Für Angeber: Elementsymbol SE, Ordnungszahl 34 im Periodensystem ;-)) ist wichtig für die Blutgerinnung und die Funktion der Schilddrüse. Und mit nur circa 50 Kalorien pro 100 Gramm kann man ungeniert mehrere dieser Power-Früchte pro Tag essen.

Also: Esst mehr Mandarinen!!! – … damit ihr eure Ferien gesund und voller Kraft genießen könnt! 😉

19: Weihnachtliches Windlicht mit Serviettentechnik

Der 24. Dezember rückt immer näher. Für all diejenigen unter euch, denen es noch an Geschenkideen für Mama, Papa, Oma & Co. mangelt, haben wir heute eine Bastelanleitung für ein individuell gestaltetes Windlicht.

Materialien:

  • Speziellen Kleber für Serviettentechnik (lösemittelfrei und mit Wasser verdünnbar) – erhältlich in allen gut sortierten Bastelläden
  • weiche Pinsel
  • schöne Servietten eurer Wahl
  • ein hübsches Glas und etwas Geduld 😉

Bastelanleitung:

Als erstes müsst ihr die oberste, dünne Lage mit dem Motiv, vom Rest der Serviette trennen. Nun müsst ihr diesen dünnen Teil auf die Maße eures Glases zuschneiden. Tipp: Lasst am oberen Rand 2-3 mm überstehen um den Glasrand abzurunden. Lasst auch unten ca. 2 mm überstehen, da sonst die Serviette ausfranzt.

Bestreicht nun das ganze Glas lückenlos mit dem Kleber und klebt die vorgeschnittene Serviette vorsichtig drauf. Anschließend bestreicht ihr die Serviette erneut mit einer Schicht Kleber. Hierbei könnt ihr auch kleine Falten glattstreichen.

Klebt nun zuletzt den oberen bzw. unteren Rand im bzw. unter dem Glas fest. Überstreicht auch diese beiden mit einer zweiten Schicht Kleber.

Danach dürft ihr das Glas nicht mehr anfassen und müsst es einen Tag trocknen lassen. Der Kleber härtet aus und wird transparent. Fertig ist das perfekte Weihnachtsgeschenk!

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KiW

18: Apfel-Spekulatius-Creme

Genug von trockenen Plätzchen?! Dann verwöhnt euch selbst und eure Familie am vierten Advent doch mal mit einer etwas anderen Variante von Spekulatius!  🙂

Zutaten:

1 Pck. Apfelkompott mit Apfelstückchen
½ Tasse Rosinen
1 TL  Zimt
400 g Frischkäse
400 g Sahne
100 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
10 Spekulatius (Gewürzspekulatius)
1 Pck. Sahnesteif

 

Zubereitung:

Die Rosinen, den Zimt und das Apfelkompott vermengen.

Für die Creme die Sahne mit Sahnesteif schlagen. Darauf achten, dass sie nicht zu fest wird. Dann die Sahne mit dem Frischkäse, dem Vanillezucker und dem Zucker vermischen.

Nun in kleinen Einmachgläsern (siehe Foto) oder einfachen Wassergläsern schichten: zuunterst die Zimt-Rosinen-Apfelmasse,  darüber die Creme – immer im Wechsel, die oberste Schichte sollte Creme sein. Bis zum Servieren (mindestens zwei Stunden) in den Kühlschrank stellen.

Kurz vor dem Servieren die Gewürzspekulatius in einer Butterbrottüte oder einem Gefrierbeutel fein zerbröseln und anschließend über die Creme streuen. – Und dann: einfach genießen! 🙂

 

17: Poetischer Winter-Weihnachts-Zauber

Es schneit, es schneit,

alles weiß, meilenweit.

Am 6. kommt der Nikolaus

zu jedem Kind, in jedes Haus.

Am so beliebten Weihnachtsaben’

leuchtet der Christbaum in vielen Farben.

Es gibt Christollen und viel zu essen,

den Umfang sollte man in dieser Zeit lieber nicht messen.

Zum Trinken gibt es Glühwein und Punsch,

für jeden erfüllt sich heut’ ein Wunsch.

Jeder braucht Mütze, Schal und Stiefel,

Jeder schickt jedem Weihnachtsbriefel.

Lichterglanz in der ganzen Stadt,

die Straßen glänzen feucht und matt.

Hier und da stehen Kerzen,

doch Achtung, damit ist nicht zu scherzen.

Brennen sie, der Tisch fängt Feuer

ja, dann wird es ganz schön teuer.

Mandarinen, Nüsse, Schokostücke

gibt’s in Stiefeln, ohne Lücke.

Alle Eltern, alle Kinder sind froh

vor allem die Eltern vom Kind im Stroh.

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16: WeihnachtsWelten – Weihnachtsbräuche in Deutschland

Mittlerweile haben wir schon über Weihnachten in Togo, in Russland und in Schweden berichtet. Doch wie wird Weihnachten eigentlich in Deutschland gefeiert? Welche verschiedenen Weihnachtsbräuche gibt es bei uns? – In diesem Artikel erfahrt ihr es!

Zunächst einige allgemeine Fakten zu Weihnachten (die ihr wahrscheinlich (teilweise) schon kennt):

  • Weihnachten ist das wichtigste Fest der Christen; sie feiern die Geburt von Jesus Christus.
  • Die Festtage wurden auf die Zeit vom 24. bis 26. Dezember gelegt. Bereits zu heidnischer Zeit wurde am 25. Dezember, dem Tag der Sonnenwende, eine Art Weihnachten gefeiert.
  • Weihnachten wurde das erste Mal als solches im Jahr 325 n. Chr. gefeiert.
  • Bis zum 5. Jahrhundert war es ein eher schlichtes Fest.
  • Ab diesem Zeitpunkt entwickelten sich immer mehr Brauchtümer; zu den ersten zählten: Weihnachtslieder (O du fröhliche, Stille Nacht), Krippenverehrungen und das festliche Dekorieren des Hauses.
  • Danach, zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert, wurde Weihnachten „romantischer“; es begann der Brauchtum des Weihnachtsbaums und das Aufstellen von Krippen in den Wohnungen der Familien.
  • Ab dem 18. Jahrhundert wurde Weihnachten ein Familienfest; die Kinder bekamen Geschenke.
  • Da die evangelische Kirche die Verehrung von Heiligen ablehnt, wurde der 24. Dezember zum Tag der Geschenke, die Geschenkübergabe am 6. Dezember, dem Nikolaustag, entfiel.
  • Je nach Familie und deren Tradition werden diese Geschenke vom Christkind oder dem Weihnachtsmann gebracht.

 

Aber wie sieht es nun konkret mit deutschen Weihnachtsbräuchen aus?

Als erster „Brauch“  wäre da der Heilige Abend: Er ist der Vorabend des eigentlichen Weihnachtsfestes am 25. Dezember. Da es kein Feiertag ist haben die Geschäfte an diesem Tag geöffnet, meistens bis 14:00 Uhr. Viele arbeitende Erwachsene nehmen an diesem Tag schon frei. Obwohl der 25. Dezember der wichtigste Tag des gesamten Weihnachtsfestes ist, spielt der Heilige Abend in Deutschland die Hauptrolle bei den Weihnachtsfeierlichkeiten.

Ein weiterer Weihnachtsbrauch in Deutschland ist der Weihnachtsbaum: Der immergrüne Baum stand bzw. steht für Leben und Hoffnung. Die Tradition des Weihnachtsbaums reicht zurück bis ins 17. Jahrhundert. Jedoch wurden in Deutschland wahrscheinlich bereits im 16. Jahrhundert erste Bäume aufgestellt. Im Verlauf des 18. Jahrhunderts verbreitete sich der Brauch des Weihnachtsbaums vor allem in bürgerlichen Häusern. Da Prinz Albert von Sachsen 1840 Victoria von England heiratete und beide deutsche Weihnachtsbräuche pflegten, wird auch in Großbritannien über die Festtage ein Weihnachtsbaum aufgestellt. Durch deutsche Auswanderer gelangte der Brauch des Weihnachtsbaums im Jahr 1891 sogar bis in die USA.

Verbunden mit dem Weihnachtsbaum denkt man auch an den dazugehörigen Weihnachtsschmuck: Von den armen Menschen wurde der Weihnachtsbaum früher oft mit eingelegten Winteräpfeln und Süßigkeiten geschmückt. Der Adel hingegen dekorierte ihn mit vergoldeten Früchten und versilberten Glaskugeln. Heute wird der Baum meistens mit (elektr.) Kerzen, Weihnachtskugeln (meistens in Rot, Gold und Silber), Lametta, Schleifen, Strohsternen, Holzspielzeug und Schokoladenanhänger geschmückt.

Ein weiterer Brauch in deutschen Familien ist die Krippe: Sie ist meistens aus Holz und wird unter den Weihnachtsbaum gestellt. Neben Maria, Josef und dem Jesuskind in der Krippe werden oft noch Tieren und Hirten aufgestellt. Insgesamt gibt es in Deutschland sehr viele verschiedene Variationen von Krippen. Außerdem kann man auf den Weihnachtsmärkten auch noch Erweiterungen jeglicher Art hinzukaufen.

Meistens gibt es an Heilig Abend eine Kindermette oder einen Familiengottesdienst: Hier wird ein Krippenspiel aufgeführt und es werden festliche Lieder gesungen. Für viele Familien gehört auch der Friedhofsbesuch dazu. Häufig schmücken die Familien die Gräber mit kleinen Weihnachtsbäumen und Kerzen. Manchmal werden auch Lieder am Grab gesungen und gespielt.

Für viele Familien mit das Wichtigste an Weihnachten – das Essen: Bis vor circa 50 Jahren wurde an Heilig Abend gedünsteter Fisch und Salat aus Salzheringen und Kartoffeln gegessen. Auf dem Land aß man häufig Rohrnudeln und Suppe. Mittlerweile gibt es keine festen „Essensregeln“ mehr. In Familien mit Kindern wird oft ein schnelles Essen gemacht, wie Kartoffelsalat mit Würstchen. Teilweise wird aber auch ein richtiges Festessen mit mehreren Gängen serviert.

Nach dem Essen wird nicht selten die Weihnachtsgeschichte vorgelesen und es werden Weihnachtslieder wie „O du fröhliche“ gesungen. Danach kommt die Bescherung mit den Geschenken: Je nach Familie und Tradition werden nur die Kinder oder auch die Eltern beschenkt.

Dann kommt der wichtigste Gottesdienst, die Christmette: Mittlerweile findet sie nicht mehr um 0:00 Uhr des 25. Dezembers statt sondern wurde nach vorne geschoben, auf 22:00 oder 23:00 Uhr. Sie ist im Gegensatz zur Kindermette ein Gottesdienst für die Erwachsene oder ältere Kinder, in dem der Pfarrer oder Pastor den Besuchern immer auch eine wichtige Botschaft mit auf den Weg zu geben versucht.

 

Ich hoffe, dass ihr durch diesen Artikel einen groben Überblick über das Weihnachtsfest und seine Bräuche in Deutschland erhalten habt. Jetzt heißt es weiter fleißig Türchen öffnen und dem Weihnachtsfest entgegenfiebern.

JaT