Auf nach Jamaika?!

Mittlerweile ist sie schon fast zwei Monate her, die diesjährige Bundestagswahl. Für  viele Parteien war die Wahl ein voller Erfolg, manche anderen erlitten im Vergleich zur letzten Bundestagswahl schwere Verluste. Welche Partei jetzt aber gewonnen hat, wie überhaupt gewählt wurde und wie es jetzt nach der Wahl in Deutschland weitergeht, erfahrt ihr in diesem Artikel. Viel Spaß beim Lesen.

Die erste Frage, die viele Menschen beschäftigt, ist, wie denn in Deutschland überhaupt gewählt wird.
In Deutschland gibt es das sogenannte „Verhältniswahlprinzip“. Das bedeutet, dass nicht jede einzelne Stimme zählt, sondern nach der Wahl der Anteil der Stimmen für die jeweiligen Parteien ausgerechnet wird. Beim Wort „Parteien“ sind wir auch schon bei der nächsten Frage: Wer wird in Deutschland gewählt?

In Deutschland werden „Parteien“ gewählt. Parteien sind Bündnisse von Menschen, die die gleichen politischen Ansichten haben und vertreten. In Deutschland gibt es zwei große, sogenannte „Volks-Parteien“. Dazu zählen die Christlich Demokratische Union, kurz CDU, und die Sozialdemokratische Partei Deutschlands, kurz SPD. Neben diesen beiden Parteien gibt es auch noch folgende, kleinere, aber auch wichtige Parteien:
Christlich Soziale Union (CSU)
Die Grünen (GRÜNE)
Freie Demokratische Partei (FDP)
Die Linkspartei (LINKE)
Die Alternative für Deutschland (AfD)
Daneben existieren in Deutschland noch zahlreiche andere Parteien, Bewegungen und Bündnisse, die aber keine zentrale Rolle bei der Bundestagswahl spielen. Beispiele für solche Parteien sind z.B. die Freien Wähler oder die Piraten.

Jetzt kommen wir zu einem besonders wichtigen Thema, auf das alle Parteien am Abend des 24. Septembers, dem Tag der Wahl, gewartet haben: das Ergebnis der Bundestagswahl 2017. Am Ende sah es folgendermaßen aus:
Obwohl die Union (CDU und CSU) klar die meisten Stimmen bekommen hat, gilt sie als der große Wahlverlierer, da sie im Vergleich zur Wahl 2013 fast 9 Prozent verloren hat. Aber auch die SPD verlor deutlich an Stimmen, etwa 5 Prozent. Das Dramatische dabei war, dass sie bei dieser Wahl ihr historisch schlechtestes Ergebnis einfuhr. Die Grünen haben trotz schlechterer Umfragewerte ein respektables Ergebnis eingefahren und knapp 1 Prozent mehr Stimmen erreicht als bei der vergangenen Wahl. Die Linken hielten ihr Ergebnis von der Wahl 2013, sie erreichten im Vergleich ein leichtes Plus von 0,5 Prozent. Die FDP zählt zu den größten Gewinnern dieser Wahl. Sie konnte ihr Ergebnis von 2013 mehr als verdoppeln und erreichte ein Plus von fast 6 Prozent. Die Partei, die jedoch die größten Gewinne machte, ist die AfD. Durch ein riesiges Plus von 8,5 Prozent wurde sie hinter der Union und der SPD drittstärkste Partei. Die genauen Ergebnisse noch einmal im Überblick:
Union (CDU und CSU): 32,8 Prozent
SPD: 20,7 Prozent
Die Grünen: 9,1 Prozent
FDP: 10,4 Prozent
Die Linke: 9,0 Prozent
AfD: 13,2 Prozent
Die Sitzverteilung – damit ist die Anzahl der Plätze für die Parteien im Bundestag gemeint – sieht aufgrund dieses Wahlergebnisses folgendermaßen aus: 

Eine der wichtigsten Fragen für die Zukunft ist, welche Parteien zusammen in einer Koalition regieren. Um regieren zu können, braucht man die absolute Mehrheit, also mehr als 50 Prozent der Sitze im Bundestag. Bei 709 Sitzen im Bundestag brauchen die Parteien also 355 Sitze, um miteinander regieren zu können: Folgende Koalitionen, das sind Parteienbündnisse, sind nach der Sitzverteilung möglich:
Eine sogenannte „Jamaika-Koalition“ bestehend aus der Union, den Grünen und der FDP. Diese Koalition hätte zusammen 393 Sitze, also klar die absolute Mehrheit. Solch ein Jamaika-Bündnis gab es in Deutschland im Bundestag noch nie.
Die andere Koalitionsmöglichkeit wäre eine sogenannte „Große Koalition“ bestehend aus den beiden Volksparteien CDU/CSU und SPD. Dieses Bündnis hätte nur knapp mehr Sitze als ein Jamaika-Bündnis, nämlich 399. In der letzten Regierungsperiode von der Wahl 2013 bis zur Wahl 2017 regierte eine solche Große Koalition in Deutschland.

Was regiert in Deutschland also nun in Zukunft: Etwas Altbewährtes oder etwas völlig Unbekanntes. Da der Spitzenkandidat der SPD, Martin Schulz, der Union bereits eine Absage bezüglich einer Großen Koalition erteilt hat, wird es wohl auf ein Jamaika-Bündnis hinauslaufen. Allerdings ist dies nicht so einfach, wie es klingt, da sich die Parteien erst auf einen Koalitionsvertrag einigen müssen. Bevor dieser unterzeichnet wird, stehen den Spitzenpolitikern der jeweiligen Parteien, Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU), Katrin Göring-Eckardt (Grüne), Cem Özdemir (Grüne) und Christian Lindner (FDP) anstrengende Verhandlungen, sogenannte Sondierungsgespräche bevor.
Ein wichtiger Punkt bei diesen Sondierungsgesprächen ist die Neubesetzung der Ministerien, da es ja eine neue Parteienkonstellation gibt. Dadurch werden die einzelnen Posten komplett neu zusammengewürfelt, da jede Partei möglichst viele „starke Ministerien“ haben möchte. In der Zwischenzeit formen die anderen Parteien, die in den Bundestag eingezogen sind (SPD, LINKE, AfD) die „Opposition“, das ist ein Oberbegriff für alle Nicht- Regierungsparteien. Deren Aufgabe wird es sein, die regierenden Parteien in ihrer Arbeit zu kontrollieren. Zudem muss die Regierung der Opposition bei allen Fragen Rede und Antwort stehen.

Sobald es genauere Informationen bezüglich der Koalitionsbildung gibt, werden wir euch darüber informieren.

JaT

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Alles Bio, oder was???

Collin Büttner beschäftigt sich mit der Frage, ob Biogasanlagen wirklich so „bio“ sind, wie ihr Name denken lässt

Jeden Morgen auf dem Weg zur Schule fahre ich an riesigen Maisfeldern vorbei und frage mich was mit dem ganzen Mais, der dort angebaut wird, eigentlich passiert? Ich habe mal recherchiert und dabei Folgendes herausgefunden:

Der Mais wird in eine Biogasanlage gekippt und dadurch wird Strom erzeugt. – Strom aus Mais? – Das hört sich eigentlich ganz gut an und in der Tat, hat so eine Biogasanlage auch einige Vorteile: Sie erzeugt Strom aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais oder Weizen – und das für Millionen Haushalte und – ganz wichtig – ohne dabei CO₂ in die Luft zu Pusten. Außerdem kann ein  Rest des Gases als Treibstoff, z.B. für Fahrzeuge, genutzt werden.

Anfang der 1980er Jahre wurden Bauern, die versuchten aus Gülle Strom zu machen, noch für verrückt gehalten. Doch darüber lacht heute Keiner mehr. Denn schließlich erzeugen die etwa 8.900 Biogasanlagen die es zurzeit in Deutschland gibt 4,2 Megawatt Strom – das ist genug Energie für 9 Millionen Haushalte. – Das hört sich ja erst mal gut an.

Allerdings hat so eine Biogasanlage auch Nachteile; Nachteile, die einem auf den ersten Blick gar nicht auffallen: Denn so mancher Landwirt denkt sich: „Warum noch für einen Hungerlohn Kühe halten, wenn ich auch eine Biogasanlage bewirtschaften kann? Das würde mir einiges an Arbeit ersparen.“ Deshalb füttern viele Bauern lieber eine Biogasanlage als ihre Kühe. Das ist zwar lukrativ, aber ist das dann auch noch Landwirtschaft und der Sinn einer Biogasanlage? Denn viele Rinderställe und Weiden müssen so einer  Anlage weichen und werden abgeschafft um auf immer mehr Flächen „Futter“ für die Biogasanlage anzubauen. 2004 kam dann auch noch der“ Nawaro-Bonus“ dazu und machte die Stromerzeugung mit Biogasanlagen noch attraktiver. „Nawaro“ ist ein Bonus für Strom aus „nachwachsenden Rohstoffen“; das heißt vor allem Mais. So wurden einige Landwirte zu „Energiewirten“. Die Bauern bauten das Getreide nicht mehr für ihre Tiere oder als Lebensmittel an, sondern für die Biogasanlage und schafften ohne die Tierhaltung den Kreislauf der natürlichen Landwirtschaft ab. 2014 wurde der Bonus aus diesem Grund wieder abgeschafft, die Biogasanlagen jedoch nicht.

Doch das hat massive Nebenwirkungen. Die Böden werden durch den dauerhaften Anbau von Mais extrem ausgebeutet. Auf den riesigen Flächen müssen zum Schutz des Maispflanzen Pflanzenschutzmittel (Gift) gespritzt werden. Hierdurch sterben wichtige Insekten wie Bienen und Schmetterlinge.

Anfangs war die Biogasanlage ja eigentlich auch nur dazu da Gülle und Lebensmittelreste zu verwerten. Doch inzwischen wird alles was man finden kann in die Biogasanlage gekippt. Als ich mir selbst eine Biogasanlage aus der Nähe angeschaut habe, habe ich gesehen, wie von LKWs falsch verpacktes Eis (mit sogenannten „Produktionsfehlern“) tonnenweise in die Biogasanlage gekippt wurde.

Wenn ich jetzt so darüber nachdenke frage ich mich, wie viel Bio wirklich in einer Biogasanlage steckt. Ich würde auf dem Weg zur Schule lieber ein paar Kühe auf der Weide sehen, als riesige Maisfelder, die gar nicht als Tierfutter oder Lebensmittel angebaut werden.

CoB

Reisebericht: My trip to Plymouth

Alle Fünft- und Sechstklässler kennen und lieben sie: Silky, die kleine grau-blaue Kegelrobbe aus Plymouth in Großbritannien. Sie und die Schüler Sam, Lucy, Maya, Abby, Justin und Leo nehmen uns im Englischunterricht mit auf ihre Abenteuer in und um die Stadt im Südwesten Englands. Unsere Redakteurin Linda Almenäs hat sich den Handlungsort des Englisch-Schulbuchs in ihren Sommerferien live und in Farbe angesehen. Für euch berichtet sie exklusiv und natürlich auf Englisch.

In my summer holidays in August I went to Silky´s hometown Plymouth. I had a lot of fun there. Plymouth is a big city in Devon, where the Plymstock kids of our English book “Access” live. Of course, I visited all the sights. I climbed Smeaton´s tower at the Hoe, went swimming at the Lido, saw Sir Francis Drake, Drake Circus shopping mall, the citadel, the Elizabethan gardens and the Barbican. Here I ate the best ice-cream in the world. We also bought fudge and had fish and chips. At the National Marine Aquarium I met the sharks and learnt all about Plymouth Sound – they bay at Plymouth. I also took a boat trip to Cawsand Beach, where the story of the pepper smugglers in Unit 4 is set. Cawsand is a small town in Cornwall and there were lots of people on the little beach. We also looked for Abby´s house in Wembury, but it wasn´t there – or at least we didn’t find it. But the trip to Wembury was exciting because you have to drive on very small streets there and be very careful.

At last I went to Plymstock School. Plymstock School is not in the city. It´s outside in a part of Plymouth called Plymstock, close to the river Plym. The students weren´t there because – just like me – they were on holidays, but the school was open because were renovating some of the class rooms. I saw all the buildings, the classrooms, the staff room, Morph´s home the library, the cafeteria which is called “The Galley” and the gym. The school was small but nice.

Plymouth was great! The only thing I was very sad about is that the Big Wheel wasn´t there. Too bad! It was put down and shipped to France in 2013.

LiA, Fotos: privat

Das neue Schuljahr ganz nach eurem Geschmack

In der dritten Schulwoche durften alle Schüler des Gymnasiums die Mitglieder der neuen SMV (das steht übrigens für „Schülermitverantwortung“) wählen.
D
ie Wahl ergab
, dass die Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2017/18 von Andrea Hertel als Schulsprecherin, ihrer Vertreterin Chiara Helfert, den Mittelstufensprecherinnen Anna-Maria Hertel und Anna-Lea Florschütz und den Unterstufensprecherinnen Carla Sendtko und Franca Helfert vertreten werden wollen. Die frisch gewählte Truppe machte sich daraufhin gleich an die Arbeit:

Vom 5. bis 6.10.17 fanden erstmals die SMVPlanungstage statt. Ziel dieser Veranstaltung war es, gemeinsam mit den Klassensprechern der Stufen 5 bis 10 die Ideen für die SMVAktionen des kommenden Schuljahres zu sammeln und zu planen. Diese sollten Frau Ferrari und Frau Pier am Nachmittag des zweiten Tages von der SMV präsentiert werden.

Treffpunkt war am Donnerstag, den 5. Oktober um 12 Uhr in der Jugendherberge in Heidelberg, wo alle zu Mittag aßen. Anschließend versammelten sich alle Klassensprecher und die SMV in dem Gruppenraum, wo das weitere Programm besprochen wurde. Die Vertreter der Klassen wurden in Unter- und Mittelstufe aufgeteilt und durften dann in den Gruppen Ideen sammeln und diese so gut wie möglich ausarbeiten. Am Nachmittag trafen sich alle Schüler wieder, um die Ideen vorzustellen und sie noch einmal gemeinsam zu besprechen. Die SMV erstellte anschließend, während die Klassensprecher Freizeit hatten, einen Zeitstrahl mit den Aktionen, die für das kommende Schuljahr geplant sind.

Am Abend wurde Pizza gegessen und ein Spaziergang durch Heidelberg gemacht. Am nächsten Morgen wurde gemeinsam um 10 Uhr gefrühstückt, bevor alle Klassensprecher abgeholt wurden. Nun bereitete sich die SMV auf den Termin mit Frau Ferrari und Frau Pier vor. Um 16 Uhr machte sich dann auch die SMV auf den Heimweg.

So gingen sehr produktive und schöne Planungstage zu Ende, die gerne nächstes Jahr wiederholt werden können.

Gastbeitrag von Marie Wiegand

Ausflug mit einer wichtigen Botschaft

Am 21.09.17 besuchten die siebten Klassen die Thorax-Klinik in Heidelberg.

Die Thorax-Klinik ist für Patienten gedacht, die nach Rauchen und Zigaretten süchtig sind. Hier versucht man den Leuten zu helfen, denn – wie wir alle durch die riesigen Aufdrucke auf den Zigarettenschachteln wissen -: Rauchen kann tödlich sein. Da die Sucht oft schon ganz früh beginnt (in der Regel bereits im Teenageralter), versucht man vorzubeugen. Deshalb werden Schulklassen eingeladen.

Unser Tag in der Thorax-Klinik begann mit einem Vortrag über das Rauchen, Zigaretten & Co. Eine überraschende Information war, dass Wasserpfeifen ungesünder sind als Zigaretten, da man beim Rauchen dieser eine größere Menge an Nikotin und an anderen ungesunden Stoffen zu sich nimmt. Die Tatsache, dass pro Jahr etwa 140.000 Menschen an ihrer Sucht sterben, stimmte die anwesenden Siebtklässler nicht nur traurig, sie schockierte auch. Denn dies bedeutet, dass pro Tag durchschnittlich 383 Menschen in Folge ihrer Abhängigkeit umkommen. Außerdem wurde im Rahmen von Studien festgestellt, dass 50 Prozent der Raucher im Alter zwischen 35 und 69 Jahren sterben. Auch in der Thorax-Klinik wird leider nicht jeder wieder gesund: Von zwölf Patienten überleben statistisch gesehen nur zwei. Ein Patient starb schon im Alter von 23 Jahren und ist somit bis heute der am frühesten gestorbene Patient.

Nach dem Vortrag hatten wir eine kleine Pause. Dann ging es weiter: Die Klassen im Saal (es war nicht nur das Bergstraßen-Gymnasium anwesend), durften bei einer Untersuchung live dabei sein. Einem Patient, der früher Raucher war, wurden winzige, kaum sichtbare Proben aus der Lunge entnommen. Durch seinen Zigarettenkonsum hatte er sehr schweren Husten mit starker Schleimbildung bekommen und wurde vom Arzt an die Thorax-Klinik weitergeleitet. Zu sehen, wie ihm die Instrumente in die Lunge geschoben wurden, war für uns alle kein schöner Anblick – hoffentlich aber eine gute Abschreckung, die uns davon abhält, selbst mit dem Rauchen anzufangen.

Nach der Live-Übertragung, war das Patientengespräch an der Reihe. Eine 70-jährige Frau sprach offen über ihre Sucht: Sie hatte mit etwa 15 Jahren angefangen zu rauchen. Obwohl die erste Zigarette, wie sie klarstelle, „scheußlich schmeckte“, wurde sie schon sehr bald abhängig. Ihr höchster Tagesbedarf lag schließlich bei 40 Zigaretten. Nach einiger Zeit bekam sie starken Husten und noch dazu Röcheln. Es wurde festgestellt, dass dies eine Folge ihres hohen Zigarettenkonsums war. Außerdem entdeckten die Ärzte einen bösartigen Tumor an der Wirbelsäule, der nicht entfernt werden konnte, da die Frau nach der Behandlung querschnittsgelähmt gewesen wäre. Schließlich erzählte sie von ihrer damals 16-jährigen Tochter, wie sie von einer Party kam, auf der ihre Freunde anfingen zu rauchen. Dazu sagte die Frau: „Es ist viel mutiger ‚Nein‘ zu einer Zigarette zu sagen, als sie anzunehmen. Es tut mir leid, dass ich diesen Mut nicht hatte.“ Die Patientin ist immer noch süchtig, doch ihr Tagesbedarf ist inzwischen auf drei bis vier Zigaretten gesunken. Ein letzter Appell an alle war: „Fangt erst gar nicht an!“

Mit dieser eindringlichen Botschaft ging unser Ausflug zu Ende.
Für alle, denen das noch nicht genug Argumente waren, die Finger vom Glimmstängel zu lassen, hier noch ein Grund, warum der Griff zur Zigarette nicht lohnt: Zigaretten sind teuer. Als Raucher ver(sch)wendet man für seine Sucht pro Jahr etwa 2555 Euro. Das sind 240 Euro im Monat.­

FaT & IlB

0: „Auf Wiedersehen meine Schäfchen“ – Ein Interview zum Abschied von Herrn Pump

Es ist geschafft! Die Ferien stehen unmittelbar vor der Tür. Jetzt heißt es erstmal für sechs Wochen: entspannen und erholen. Für Herrn Pump könnte dies nun dauerhaft die Devise sein. Nach vielen Jahre als Lehrer am Bergstraßen-Gymnasium verabschiedet er sich mit Beginn der Sommerferien in den wohlverdienten Ruhestand. Wie er uns in seinem Abschiedsinterview verraten hat, will er die Zeit nach der Schule aber gar nicht so ruhig angehen… 

 

Steckbrief

Alter: 65

Wohnort: Mörlenbach

Lieblingsessen: Magret de Canard

Lieblingsreiseziel: Paris

Lieblingsfach (als Schüler): Englisch

Hassfach (als Schüler): Sport

Hobbys: Geschichte

Charakter: bodenständig, sorgfältig, ehrlich

 

Interview

Warum wollten Sie Lehrer werden?

Weil ich das schon immer werden wollte. Ich habe schon als Kind immer Lehrer und Schüler gespielt.

Haben sich die Erwartungen, die Sie an das Lehrer sein hatten, erfüllt? Und würden Sie noch einmal Lehrer werden wollen?

Ja, die Erwartungen haben sich voll erfüllt und ich würde es auch noch einmal machen, denn Lehrer sein war für mich kein Job, nicht einmal Beruf, sondern ich empfinde es als Berufung.

Gab es Phasen in denen es Ihnen in Ihrem Beruf langweilig wurde?

Nein.

Erzählen Sie uns eine lustige Geschichte, die Sie hier an der Schule erlebt haben!

Ich habe mit meiner 10. Klasse über Wochen und Monate „Verres“ gelesen. Verres war ein römischer Stadthalter auf Sizilien. Über „Verres“ wurde dann eine Interpretationsarbeit geschrieben. Ein Schüler hat statt „Verres“ immer „Virus“ geschrieben und hat gedacht, „Verres“ sei nicht etwas wie eine Person, sondern wie Viren oder Bakterien. Und dann fragt man sich: Wozu war der monatelange Lateinunterricht gut, was ist überhaupt beim Schüler angekommen?

Können Sie sich noch an die schlimmste Schulstunde Ihres Lebens erinnern?

Zum einen war es eine Lehrprobe. Da habe ich meine Folie nicht mehr gefunden. Sie ist nicht mehr aufgetaucht, obwohl sie irgendwo in dem dicken Ordner war, den ich immer dabei habe. Das andere war, als ich mal bei einer 6. Klasse kurz zum Kopieren weg war, ist jemand aus dem Fenster gesprungen, da habe ich beinahe einen Herzinfarkt bekommen. Wie sich dann herausgestellt hat, war er aber gar nicht aus dem Fenster gesprungen, er hatte sich nur hinter dem Kleiderständer versteckt.

Gab es Dinge in Ihrem Beruf, die Sie im Nachhinein anders handhaben würden?

Ich würde vielleicht bei manchen Schülern strengere Noten geben, zu ihrem Vorteil eigentlich. Bei vielen wäre es, wenn ich bei 4,5 sage, dass das noch irgendwie die 4 gibt, damit er durchkommt, besser gewesen, er hätte die 5 bekommen und wäre sitzen geblieben. Das wäre für’s Leben besser gewesen, das hätte vielen gut getan. Es war ein paar Mal so…

Gibt es Dinge an dieser Schule, die Sie gerne verändern würden?

Ja, ich hätte gerne Schuluniformen, auch wenn es nicht durchführbar ist. Heute ist es zwar nicht mehr so problematisch, aber früher gab es Phasen, da haben Markenklamotten eine große Rolle gespielt und wenn sich jemand keine Markenklamotten leisten konnte, wurde er ‚gemobbt‘. Außerdem bildet es ein Zusammengehörigkeitsgefühl der ganzen Schule.

Welche Veränderungen haben Sie in Ihren Berufsjahren an den Schülern und der Schule beobachtet?

Früher bin ich in Geschichte oft ins Schleudern gekommen, durch die Fragen der Schüler. Heute komme ich nicht mehr ins Schleudern, aber die Schüler stellen auch keine Fragen mehr. Das Interesse dafür fehlt einfach, und wenn sie doch eine Frage haben, können sie es schnell googlen. Viele waren z. B. auch schon in Ägypten oder haben eine Doku bei TerraX gesehen.

Was glauben Sie, macht Sie zu einem guten Lehrer?

Ich hoffe, meine Nächstenliebe. Auf das Wort lege ich ja auch im Unterricht immer viel Wert. Das heißt nicht, dass man jeden umarmen muss, aber einfach den anderen respektieren, schätzen und das Beste für ihn wollen, dass die Menschen sich entfalten können, und man sie auf ihren eigenen Weg führt, mit dem es ihnen gut geht.

Welche Pläne haben Sie für den Ruhestand?

Ich gehe ja nicht in RUHESTAND, ich ändere meine Tätigkeit und arbeite weiter, also ich werde mich nicht auf die faule Haut legen.

 

Lieber Herr Pump, wir danken Ihnen für das Interview und wünschen Ihnen für die Zeit nach der Schule alles Gute!

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1: Hier gibt’s was gegen Langeweile: Ausflugsideen für die Sommerferien

Falls ihr nicht vorhabt, in den Ferien länger in den Urlaub zu fahren, oder euch in den sechs Wochen einfach mal langweilig wird, haben wir heute einige Ausflugsideen für euch.

 

Lasertag spielen

Unser erster Tipp ist es, sich mit ein paar Freunden (oder der Familie?) auf den Weg zu einer Lasertag-Arena zu machen.

Die nächste Arena liegt in Weinheim (http://s3-arena.de/lasertag/). Etwas weiter entfernt sind die Arenen in den Mannheim (http://www.world-of-lasertag.de/mannheim/lasertag-mannheim-spielen) und Heidelberg (http://www.world-of-lasertag.de/heidelberg/lasertag-heidelberg-spielen). Das High-Light bildet die Lasertag-Arena in Darmstadt (http://www.lasertag-darmstadt.com).

Sie ist mit über 1450 Quadratmetern eine der größte ihrer Art in Deutschland.

 

Sommerrodelbahn fahren

… macht auch viel Spaß und ist deshalb unser nächster Tipp.

Eine der nächstgelegenen ist die Sommerrodelbahn in Wald-Michelbach. Auch wenn sich die Anreise dorthin ohne Auto zugegeben, eher schwierig gestaltet, lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall: Neben einer der (meiner Meinung nach) besten Sommerrodelbahnen, gibt es hier ein Kiosk, das sowohl Pommes als auch Eis im Angebot hat, sowie einen Spielplatz und ein Spielhaus, was natürlich vor allem interessant ist, wenn ihr mit kleinen Geschwistern unterwegs seid. Eine Fahrt kostet hier für einen Erwachsenen übrigens 3 Euro.

 

In den Kletterwald gehen

Eine weitere Idee, ist ein Besuch im Kletterwald.

Der Kletterwald Wald-Michelbach liegt nicht mal zwei Minuten zu Fuß von der Sommerrodelbahn entfernt, sodass man theoretisch Sommerrodelbahn- und Kletterwaldbesuch verbinden kann. Aber da es, wie eben schon erwähnt, nicht ganz so einfach ist, ohne Auto nach Wald-Michelbach zu kommen, würde ich euch eher den Kletterwald in Viernheim empfehlen (http://www.kletterwald-viernheim.de). Hier gibt es zwölf verschiedenen Parcours; das High-Light bildet der „Annapurna“-Parcours mit Tarzansprung.

Ein Besuch im Viernheimer Kletterpark für zwei Stunden kostet unter der Woche 9,90 Euro. Informiert euch auf der Internetseite, was ihr beachten müsst (Sicherheitsregeln, Aussichtspflicht etc.). Ich bin mit meiner Klasse einmal mit dem Fahrrad hingefahren, so erspart man sich, wenn man kein Auto hat, die (eher komplizierte) Bus-bzw. Bahnfahrt, und die ca. 12 Kilometer sind mit dem definitiv Rad machbar.

 

Ladenburg

Allen, die Lust auf ein bisschen Kultur haben, kann ich Ladenburg definitiv empfehlen.

Es ist mit der Bahn bequem zu erreichen und hat eine sehr schöne Altstadt, außerdem gibt es hier auch diverse Grünanlagen, wie beispielsweise den „Grünen Ring“.

Ladenburg existierte schon zur Zeit der alten Römer unter dem Namen „Lopodunum“, dementsprechend findet man in Ladenburg Reste einiger alten römischen Gebäude, wie zum Beispiel eines Forums mit Basilika. Mehr zur historischen Vergangenheit Ladenburgs kann man im „Lobdengau-Museum der Stadt Ladenburg“ erfahren.

 

Ins Kino gehen

Es ist, zugeben, ein eher seltsamer Tipp, sich bei schönem Wetter in einen dunkeln Kinosaal zu hocken, aber es kann sich wegen der Filme auf jeden Fall lohnen und außerdem ist es manchmal auch ganz angenehm, um der Hitze zu entkommen.

Momentan läuft in der „Brennnessel“ unter anderem „Begabt – die Gleichung eines Lebens“. Im Sommerkino – im Rahmen dessen der Eintritt nur 5,50 Euro kostet – laufen außerdem beispielsweise „Girl on the Train“, sowie „Willkommen bei den Hartmanns“. Das „Moderne Theater Weinheim“ hat momentan unter anderem „Ich einfach unverbesserlich 3“ und „Spiderman – Homecoming“, beide sowohl in 2D und in 3D, sowie „Das Pubertier“ im Angebot.

 

An den See gehen

… ist eigentlich kein wirklicher Tipp, da es sowieso jeder auf dem Schirm hat, aber der Vollständigkeit halber muss er doch mit auf diese Liste.

Also: Einfach zum See laufen, fahren, was auch immer, sich einen schönen Schattenplatz suchen und den ganzen Tag nichts anders machen, als schwimmen, Eis essen und entspannen 🙂

 

Ich hoffen, dass sich auf dieser Liste auch ein paar Dinge befinden, die ihr vielleicht nicht so richtig auf dem Schirm hattet, und dass ihr jetzt ein paar neue Ideen für die Sommerferien habt.

Ganz viel Spaß beim Ausprobieren! 🙂

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