Olympische Winterspiele – Versöhnung im Schnee?

Bald ist es so weit: die olympischen Winterspiele in Pyeongchang in Südkorea (nicht zu verwechseln mit Pjöngjang in Nordkorea!) starten. Dieses Jahr laufen sie vom 9. bis zum 25. Februar.

Doch diese Winterspiele sind in mehrerer Hinsicht besonders: Zum einen ist Pyeongchang ironischerweise eher ein Ort für die Sommerspiele, weil es dort nur selten Schnee gibt, den man aber ja eigentlich dringend benötigt. Das heißt: So viel Kunstschnee wie möglich muss produziert werden. Dieser Prozess ist nicht unbedingt umweltfreundlich, kostet viel Geld und möglicherweise könnte es, wenn es regnet, zu Problemen kommen, denn durch den Regen schmilzt der Kunstschnee. Das ist schon einmal vor einigen Jahren in Südkorea vor der Biathlon-WM passiert. Glücklicherweise konnte sie doch noch stattfinden. Zusammengefasst: Pyeongchang ist nicht der optimale Ort und es könnte zu Komplikationen mit dem Schnee kommen.

Zum anderen sind die diesjährigen Winterspiele ein besonderes Ereignis für Nord- und Südkorea. Der Grund dafür ist deren gemeinsame Vergangenheit und die aktuellen Entwicklungen:
Vor 100 Jahren gab es nur ein Land, Korea, das von einem Kaiser regiert wurde. 1910 zwang Japan den koreanischen Kaiser dazu zurückzutreten. Somit war Korea bis zum Ende des zweiten Weltkrieges 1945 ein Teil von Japan. Nach dem zweiten Weltkrieg regierte die USA im Süden und die Sowjetunion im Norden. Beide bekriegten sich und 1953 wurde Korea schließlich in Süd- und Nordkorea gespalten.
Seitdem ist die Lage sehr angespannt zwischen den beiden Ländern. 1972 schlossen beide einen Vertrag, in dem stand, dass sich beide Länder wieder vertragen würden – was bis jetzt allerdings nicht der Fall war. Im Gegenteil: Nord- und Südkorea bekämpfen sich immer noch. In Nordkorea geht es den Menschen schlecht, da sie in einer Diktatur unter dem Dikator Kim Jong Un leben. Er ist als Herrscher sehr umstritten, da er öffentlich viele Raketen und auch Atombomben testet, die eine eine verheerende Zerstörungskraft haben können. Während Nordkorea der Meinung ist, dass sie die Waffen zur Verteidigung brauchen, ist das Nachbarland Südkorea da anderer Meinung und hat große Angst vor Angriffen.

 

Fazit: Die olympischen Spiele könnten zur Versöhnung beitragen, da auch Nordkorea seine Athleten in den Süden schickt. Es wäre natürlich toll, wenn der Sport diese verfeindeten Nationen wieder zusammenführen könnte, aber es ist zu befürchten, dass sie noch längere Zeit Feinde sein werden – olympische Spiele hin oder her.

Aber wir sollten wohl die Politik den Regierungen überlassen und uns lieber auf den Wettbewerb freuen, in dem die deutsche Mannschaft hoffentlich gut abschneiden wird.

FaT

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